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Nach einer weiteren Enthauptung einer britischen Geisel durch die Miliz Islamischer Staat (IS) will Premierminister David Cameron den Kampf gegen die Extremisten-Miliz verstärken.

Sein Land werde alles unternehmen, um Geiseln aufzuspüren und ihnen zu helfen, sagte Cameron am Samstag. Dazu würden "alle zur Verfügung stehenden Mittel" eingesetzt. Auch US-Präsident Barack Obama kündigte an, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, ebenso wie die Hintermänner von drei vorangegangenen Geisel-Enthauptungen.

Der Brite Alan Henning wurde vor laufender Kamera enthauptet. Wie in den drei vorangegangenen Fällen zwangen die Täter ihr 47-jähriges Opfer, auf den Knien eine Erklärung zu verlesen, bevor ein Maskierter ihn enthauptete. Regierungsvertreter in Washington erklärten, es gebe keinen Grund, an der Echtheit des am Freitag über YouTube verbreiteten Videos zu zweifeln.

Cameron sagte, das ganze Land trauere. Es werde alles getan, "um diese Organisation zu besiegen, die Menschen auf eine zutiefst unbarmherzige, sinnlose und barbarische Art behandelt".

Auch muslimische Gruppen verurteilten die Hinrichtung und sprachen von einer "verabscheuungswürdigen Tat". In den Moscheen werde für den früheren Taxifahrer aus dem nordenglischen Salford und seine Familie gebetet. Henning habe Muslimen geholfen.

Mit Hilfsgütern nach Syrien

Der Brite war bei einem Hilfseinsatz im Norden Syriens, bei dem medizinische Ausrüstung in Spitäler gefahren werden sollte, verschleppt und neun Monate gefangen gehalten worden. "Alan ist nach Syrien gegangen, um Menschen aller Glaubensrichtungen in der Stunde der Not zu helfen", erklärte Cameron. Seine Hinrichtung zeige das ganze Ausmass der Barbarei der IS.

Nach der Enthauptung Hennings drohten IS-Extremisten mit der Tötung eines ehemaligen US-Elitesoldaten. Nach einem Bericht der "Washington Post" handelt es sich um ein früheres Mitglied eines Ranger-Regiments. Der US-Soldat habe von April bis Juli 2007 im Irak gedient. Das Aussenministerium in Washington bestätigte, dass es sich um einen US-Bürger handelt.

Für seine Rettung wollen die USA nach Angaben des Aussenministeriums alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen - militärisch, diplomatisch, rechtlich und geheimdienstlich. Der Amerikaner - die fünfte Geisel - soll nach seiner Zeit bei der US-Armee als Entwicklungshelfer nach Syrien gegangen sein.

Kampf um Kobane geht weiter

Unterdessen griffen die USA und ihre arabischen Partner mit Kampfjets IS-Stellungen an, dieses Mal nach Angaben von Beobachterstellen und Augenzeugen in der Nähe von Kobane. Hier will die IS in den nächsten Tagen die Kurden aus der Stadt vertreiben.

Die bisherigen Luftschläge hatten die IS-Miliz nicht stoppen können. Nach Angaben der türkischen Regierung sind 180'000 Menschen über die Grenze in die Türkei geflohen.

Am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag habe es östlich und südlich von Kobane Luftschläge gegeben, so die oppositionsnahe Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte.

Ein IS-Fahrzeug sei dabei zerstört worden. Bei Granatenangriffen der IS seien in Kobane nach Angaben von Bewohnern mindestens zwei Zivilisten getötet worden. Die Attacken seien die schwersten der vergangenen Tage gewesen.

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SDA-ATS