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Rom - Die Camorra wollte vom Wiederaufbau der beim Erdbeben vor einem Jahr zerstörten Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila profitieren: Sie gründete Baufirmen, welche sich um Aufträge für den Wiederaufbau bemühten. Sechs Camorra-Mitglieder, die an dem Plan arbeiteten, wurden verhaftet.
Die am Donnerstag Festgenommenen seien Mitglieder des mächtigen Camorra-Clans Casalesi, berichteten italienische Medien. Die Camorra ist der neapolitanische Arm der Mafia.
Im Rahmen der Anti-Camorra-Operation wurden 21 Gesellschaften und 118 Immobilien im Gesamtwert von 100 Millionen Euro beschlagnahmt. Ermittlungen wurden auch gegen vier Bankmitarbeiter wegen Verstosses gegen die Regeln zur Bekämpfung der Geldwäscherei eingeleitet, berichtete die Polizei.
In den Abruzzen laufen die Arbeiten zum Wiederaufbau der zerstörten Häuser auf Hochtouren. Um zu verhindern, dass von Mafia-Clans unterwanderte Baufirmen mitmischen, müssen die Unternehmen ein sogenanntes Anti-Mafia-Zertifikat vorlegen, das von den Justizbehörden ausgestellt wird. Die Camorra versuchte jedoch mit neugegründeten Baugesellschaften die Kontrollen zu umgehen.
Der leitende Staatsanwalt der Antimafiabehörde, Piero Grasso, sprach sich kürzlich für die Veröffentlichung einer "weissen Liste" von Bauunternehmen aus, die jeglichen Kontakt zur Mafia ablehnen. Die organisierte Kriminalität sei überall dort zu finden, wo man mit Bauprojekten zu Geld kommen könne.

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SDA-ATS