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Mit dem Klassiker Mailand - Sanremo steht heute das erste wichtige Eintages-Rennen der Radsaison im Programm. Zu den Mitfavoriten gehört auch Fabian Cancellara.

Seinen Fokus richtet Cancellara wie immer im Frühling auf die Flandern-Rundfahrt und den Kopfstein-Klassiker Paris - Roubaix in den ersten beiden Wochen im April. Doch auch bei der "Fahrt in den Frühling", wie das Rennen von Mailand an die Côte d'Azur auch genannt wird, hat Cancellara in den letzten Jahren stets zu den Hauptakteuren gehört.

Die letzten vier Austragungen beendete der seit Mittwoch 34-jährige Radstar stets auf dem Podest. Ein zweiter Sieg nach 2008 wollte Cancellara aber nicht mehr gelingen. 2011, 2012 und 2014 klassierte er sich jeweils auf Platz 2, 2013 wurde er Dritter. Noch eindrücklicher ist ein anderer Fakt. Seit seinem Triumph an der Flandern-Rundfahrt 2010 schaffte es Cancellara bei allen zwölf zu Ende gefahrenen "Monumenten" aufs Podest - eine Statistik, die kein anderer Radprofi auch nur annähernd vorweisen kann.

Ein Radprofi vom Format Cancellaras misst sich primär an Siegen. Diesen strebt er auch in Sanremo an. Sollte es damit nicht klappen, könnte der zweifache Familienvater auch mit einem weiteren zweiten oder dritten Rang zufrieden sein. "Die Serie von Podestplätzen möchte ich weiterziehen. Natürlich möchte ich das", gibt sich Cancellara kämpferisch - wohl wissend, dass Mailand - Sanremo aufgrund des Streckenprofils mit eher wenig Hindernissen immer auch eine Lotterie ist.

"Abgerechnet wird nach den grossen Klassikern", pflegt Cancellara jeweils zu sagen. Aber fest steht, dass der Berner in Form ist. Anders als im Vorjahr, als er bis zur Flandern-Rundfahrt kein Rennen gewonnen hatte, hat er in diesem Frühling bereits zwei Erfolge vorzuweisen. Nach seinem Sieg in der 2. Etappe der Oman-Rundfahrt gewann er am Mittwoch, am Tag vor seinem 34. Geburtstag, das Zeitfahren am Tirreno-Adriatico. Zudem fuhr der erfolgreichste Schweizer Radprofi der Neuzeit zwei weitere Male auf das Podest.

Cancellaras jüngste Erfolge sind nicht selbstverständlich, litt er doch Ende Februar an einer hartnäckigen Erkältung, die ihn eine Woche ausser Gefecht setzte. "Manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn man krank wird. Dann kann der Körper wieder neu hochfahren", sagte er vor dem Tirreno. Mit seinen ausgezeichneten Resultaten am dritten World-Tour-Rennen der Saison bewies Cancellara, dass ihn die Krankheit nicht gross zurückgeworfen hat.

Die Organisatoren von Mailand - Sanremo ändern den Parcours ihres Rennens praktisch in jedem Jahr. Für die neuste Ausgabe des 293 km langen und damit längsten "Monuments" verlegten sie das Ziel in Sanremo zurück an die Via Roma. Dort hatte das Rennen letztmals 2007 geendet. Mit der Änderung verkürzte sich die Distanz zwischen der letzten Steigung, dem Poggio, und dem Ziel um knapp einen auf zwei Kilometer. Dies kommt einem Fahrer wie Cancellara eher entgegen. Denn die klassischen Sprinter, die in Sanremo immer auch ein Wort um den Sieg mitreden, haben dadurch weniger Zeit, um sich nach dem Anstieg auf den Endkampf zu fokussieren.

Zu den grössten Konkurrenten Cancellaras gehören trotzdem Sprint-Spezialisten wie die früheren Sieger Mark Cavendish (Gb/2009) und Alexander Kristoff (No/2014), aber auch komplette Fahrer wie Vincenzo Nibali (It), der Gewinner der letzten Tour de France. Auf der Rechnung haben muss Cancellara zudem den Slowaken Peter Sagan, der endlich seinen ersten grossen Erfolg in einem Eintagesrennen feiern möchte, sowie die formstarken Klassiker-Spezialisten um John Degenkolb (De), Greg van Avermaet (Be) und Zdenek Stybar (Tsch), den Sieger der Strade Bianche.

Es gibt auch prominente Abwesende. So fehlen etwa wegen Ellbogenbrüchen und Schulterverletzungen der Belgier Tom Boonen, seit Jahren einer der grössten Konkurrenten Cancellaras an den Frühjahrsrennen, und der Australier Simon Gerrans, der Mailand - Sanremo 2012 gewonnen hat.

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