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Der Bündner Fleischhändler Carna Grischa garantiert ab sofort, dass "Kunden das Fleisch erhalten, das sie auch bestellt haben". Gewährleisten sollen das mehrere Massnahmen, die der fünftgrösste Fleischlieferant der Schweiz ergriffen hat.

Bei den meisten Massnahmen handelt es sich um externe Qualitätssicherung, wie Carna Grischa am Mittwoch mitteilte. So wurde ein Lebensmittel-Labor damit beauftragt, bei zufälligen Stichproben zu prüfen, ob Inhalt und Deklaration identisch sind. Und ein externer Qualitätsprüfer soll sicherstellen, dass Bestellung und Lieferung übereinstimmen.

Zudem werden externe Berater engagiert, um die Prozesse im Unternehmen zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für weitere Massnahmen sein.

Schliesslich führt das Unternehmen eine Plattform ein, auf der die Mitarbeiter anonym Beschwerden und Kritik äussern können. Laut Carna Grischa war es ein entlassener Mitarbeiter, der den Fleischskandal "über die Medien" publik machte.

„Wir hätten es vorgezogen, wenn er sich mit seiner Kritik beim Geschäftsführer oder beim Verwaltungsrat gemeldet hätte", wird Verwaltungsratspräsident Ettore Weilenmann in der Mitteilung zitiert.

Völlig unakzeptable Vorkommnisse

Die reihenweisen Falschdeklarationen von Fleischlieferungen - Pferdefleisch als Rindfleisch, ungarisches Poulet als schweizerisches, Gefrierfleisch als Frischfleisch - bezeichnet Weilenmann als unakzeptabel. Sie stünden im vollständigem Widerspruch zu den geltenden Qualitäts- und Verhaltensrichtlinien des Unternehmens.

Carna Grischa habe 2013 unter einer neuen Geschäftsführung neue Qualitätstandards eingeführt. Zu "Unregelmässigkeiten" sei es aber auch danach gekommen.

Carna Grischa machte zwei Mitarbeiter für die Falschdeklarationen von Fleisch verantwortlich. Ein systematischer Missbrauch habe nach aktuellem Wissenstand nicht vorgelegen. Es handle sich um bedauerliche Einzelfälle.

Bauernverband fordert harte Sanktionen

Der Bündner Bauernverband zeigte sich derweil "entsetzt" über die Falschdeklarationen. Die Bündner Landwirtschaft sei in den Skandal "in keiner Art und Weise involviert", teilte der Verband mit. Der Imageschaden sei dennoch für die gesamte Fleischbranche und für die Landwirtschaft gross.

Der Bauernverband fordert nun bessere Kontrollen und harte Sanktionen bei Verstössen. Der Skandal bei Carna Grischa habe gezeigt, dass in der Fleischbranche in der Verarbeitung und im Handel Schlupflöcher bestünden.

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SDA-ATS