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Castro kritisiert fehlende Fortschritte mit den USA

Ein Jahr nach dem Ende der diplomatischen Eiszeit mit den USA hat Kubas Präsident Raúl Castro über fehlende Fortschritte bei der Besserung der bilateralen Beziehungen geklagt. In den aus seiner Sicht wesentlichen Themen haben sich die beiden Seiten nicht angenähert.

Es habe einige Verhandlungserfolge gegeben, sagte Castro am Freitag in einer vom Staatsfernsehen in der Hauptstadt Havanna übertragenen Rede. Als Hauptstreitpunkt nannte der 84-Jährige aber das seit den 1960er Jahren bestehende US-Handelsembargo gegen den sozialistischen Karibikstaat.

Auch würden die Vereinigten Staaten weiterhin die Rückgabe der Militärbasis Guantanamo ablehnen. In seiner Bilanz der einjährigen Annäherung begrüsste Castro unter anderem die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Washington und Havanna hatten am 17. Dezember 2014 eine historische Wende in ihren seit Jahrzehnten schwer belasteten Beziehungen eingeleitet. Diese sollen nun allmählich normalisiert werden. Im Juli wurden Botschaften in beiden Hauptstädten wiedereröffnet.

In den USA wehren sich vor allem die Republikaner gegen eine Aufhebung des Embargos. Washington kritisiert derweil die Menschenrechtslage in Kuba.

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