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Volero Zürich läuft Gefahr, das angestrebte Finalturnier der Champions League erneut zu verpassen. Die Zürcherinnen müssen heute im Viertelfinal-Rückspiel gegen Vakifbank Istanbul ein 2:3 wettmachen.

Selbstbewusst hat sich Volero für diese Saison den Gewinn der Champions League zum Ziel gesetzt. Damit der Traum vom Triumph in der Königsklasse nicht vorzeitig platzt, muss mit dem Zweiten der türkischen Liga ein Schwergewicht der Volleyball-Szene aus dem Weg geräumt werden. Vakifbank Istanbul gewann 2011 und 2013 die Champions League und erreichte in den letzten fünf Jahren viermal das "Final Four".

Das Hinspiel vor zwei Wochen in der Türkei wurde für Volero dann auch zur erwartet schwierigen Aufgabe. Nach einem 0:2-Satzrückstand kämpfte sich das Team von Avital Selinger in die Partie zurück und schaffte prompt den Satzausgleich. Im Tiebreak unterlag der Schweizer Serienmeister, der auf nationalem Terrain kaum je gefordert wird und seit 141 Spielen ungeschlagen ist, schliesslich mit 13:15.

Damit steht der Einzug in die Top 4 Europas erneut auf der Kippe. Sportlich ist es Volero bisher noch nie gelungen, sich für das "Final Four" zu qualifizieren. 2007 profitierte der von Präsident Stav Jacobi geführte Klub davon, das er als Gastgeber selbst am Finalturnier teilnehmen konnte. In den letzten beiden Jahren war man in den Viertelfinals jeweils am späteren Sieger gescheitert: 2014 an Dynamo Kasan und im Vorjahr an Eczacibasi Istanbul.

Erneuter Turnaround gefordert

Volero hat in dieser Champions-League-Kampagne bereits einmal den Turnaround geschafft. Nach einer souveränen Gruppenphase mit sechs Siegen aus sechs Spielen mussten sich die Zürcherinnen beim 2:3 im Achtelfinal-Hinspiel bei Lokomotive Baku erstmals überhaupt in dieser Saison geschlagen geben. Doch die international top besetzte Equipe bewies im Rückspiel ihre Klasse und zog mit einem 3:1-Erfolg noch einmal den Kopf aus der Schlinge.

Auch gegen Vakifbank Istanbul wäre Volero mit einem Sieg in drei oder vier Sätzen ohne Umweg weiter, bei einem 3:2-Erfolg käme es in der Zürcher Saalsporthalle (ab 20.00 Uhr) zu einem Entscheidungssatz (Golden Set) auf 15 Punkte. "Ich weiss, dass meine Spielerinnen es schaffen können", zeigt sich Volero-Trainer Selinger zuversichtlich. Der Holländer gewann 2004 als Coach von Teneriffa die Champions League. Nun soll ihm Gleiches mit Volero gelingen.

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SDA-ATS