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Drei der letzten vier Champions-League-Finals erfahren heute Samstag in Dortmund und Madrid eine Neuauflage. Aussergewöhnlich harmonisch geht es vor dem Topduell zwischen Dortmund und Bayern zu.

Früher gab es böse verbale Sticheleien, zuletzt eher schmeichelhafte Komplimente. Vor dem "deutschen Clasico" zwischen Borussia Dortmund und Bayern München ruht die jahrelange Feindschaft. Anders als in Zeiten grosser Abneigung ging es zwischen den einstigen Erzrivalen zuletzt erstaunlich harmonisch zu, obschon beide Klubs sportlich einen gewissen Druck verspüren.

Die "mit einigem Abstand grössten, wichtigsten und besten deutschen Vereine" (BVB-Chef Hans-Joachim Watzke) wissen um ihre Verantwortung betreffend die internationale Vermarktung der Bundesliga. Bei Dortmund und beim FC Bayern, die gemeinsam seit 2010 den Meistertitel unter sich ausgemacht haben, wurde die Notwendigkeit erkannt, betreffend wirtschaftliche Angelegenheiten mit einer Stimme zu sprechen.

Bayern hat nach zehn Runden zwar noch kein Spiel verloren, wirklich überzeugt hat die Equipe von Coach Carlo Ancelotti jedoch (zu) selten. Und Dortmund läuft Gefahr, bei einer Niederlage gegen die Münchner den Anschluss an die Tabellenspitze frühzeitig zu verlieren. Derzeit liegt der BVB sechs Punkte hinter dem Meister zurück.

Wie immer vor der Neuauflage des Champions-League-Finals von 2013 verspüren die Beteiligten den besonderen Nervenkitzel. "In Dortmund zu spielen, ist das schönste Spiel, das es in der Bundesliga gibt. Weil es da am schwierigsten ist zu gewinnen", sagte Thomas Müller, der in dieser Saison noch keinen Bundesliga-Treffer zu Buche stehen hat.

Zupass kommt Dortmund die Tatsache, dass Bayern auf Arjen Robben verzichten muss. Der Niederländer entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum BVB-Schreck, erzielte er doch in den letzten neun Pflichtspielen sieben Treffer - unter anderen jenen siegbringenden vor dreieinhalb Jahren im Duell um Europas Krone im Wembley.

Vor heimischer Kulisse ist Dortmund in der Bundesliga seit nunmehr 26 Spielen unbesiegt; gegen Bayern soll dieser Klubrekord weiter ausgebaut werden. Die letzte Heimniederlage datiert vom 4. April 2015 - zu Gast war damals ... Bayern.

Derweil das Bundesliga-Duell zwischen Dortmund und München jenes der Nummern 6 und 2 im UEFA-Ranking ist, ist das Stadtderby in Madrid zwischen Atletico und Real jenes der Nummern 4 und 1 - nicht nur im europäischen Klub-Ranking, sondern auch in der Tabelle von La Liga nach elf Runden.

Der Leader beim Liga-Angstgegner

Auch wenn Atletico derzeit etwas schwächelt und bei den Champions-League-Finals gegen Real 2014 und 2016 jeweils knapp am Sieg vorbeigeschrammt war - in der heimischen Liga hat sich das Team von Coach Diego Simeone zum Angstgegner der "Königlichen" schlechthin entwickelt. In den vergangenen drei Jahren siegte Atletico viermal, zweimal gab es ein Remis.

Geht es nach Atleticos Jungstar Saul Ñiguez kommt im letzten Ligaspiel gegen Real im Estadio Vicente Calderon, das bald abgerissen wird, ein weiterer Heimsieg dazu. "Wir gewinnen 1:0, ich wette darauf", sagte der 21-Jährige in einem Interview mit der Zeitung "AS". Will Atletico im spanischen Titelkampf nach zuletzt zwei Niederlagen in den vergangenen drei Spielen nicht weiter an Terrain einbüssen, ist ein Sieg im 214. Stadtderby Pflicht. Derzeit liegt der Meister von 2014, der von den Buchmachern erstmals seit Jahren als Favorit gehandelt wird, sechs Punkte hinter den "Königlichen" zurück.

Piolis Debüt im Derby

Die glorreichen Jahre auf internationaler Bühne sind für die beiden Mailänder Klubs Milan und Inter zwar schon einige Jahre her, gleichwohl gilt das Derby in der Hauptstadt der Lombardei noch immer als eines der aufregendsten Duelle im europäischen Fussball.

Inter, derzeit in der Serie A nur im 9. Rang klassiert, trennte sich vor der Länderspielpause nach nicht einmal drei Monaten von Frank de Boer. Dem erfolglosen Niederländer wurde neben den schwachen Resultaten das Zerwürfnis mit den neuen chinesischen Investoren zum Verhängnis.

Sein 51-jähriger Nachfolger Stefano Pioli soll den Triple-Sieger von 2010 nun auf die Erfolgsstrasse zurückführen. Wie Roberto Mancini im November 2014 gibt Pioli sein Debüt im Duell mit dem Stadtrivalen. Er ist Inters neunter Trainer in den letzten sechs Jahren.

Wesentlich besser lief es in den zurückliegenden Wochen für Milan, das mit Coach Vincenzo Montella vor dem Derby am Sonntagabend mit fünf Punkten Rückstand auf Leader Juventus Dritter ist. Milans Marge auf Inter beträgt acht Zähler.

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SDA-ATS