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Der kriselnde Modekonzern Charles Vögele will sich fit trimmen, statt sich kaufen zu lassen. "Wir stellen uns nicht aktiv zum Verkauf. Wir wollen die Firma sanieren und dann wieder angreifen", sagt der neue Konzernchef Markus Voegeli im "SonntagsBlick".

Teil der Strategie ist eine Sortimentsveränderung. So wird zwar neu wieder Unterwäsche für Frauen und Männer verkauft. Insgesamt wird das Sortiment aber um rund ein Fünftel kleiner. Der Konzernchef spricht im "SonntagsBlick" von einem "schärferen" Sortiment.

"So haben wir in Zukunft nicht mehr so viele verschiedene Teile, die schnell ausverkauft sind, sondern quasi mehr Tiefe im Angebot: Alle Grössen hängen noch im Laden, wenn die Kunden kommen."

Vergangene Woche legte Charles Vögele seine Halbjahresergebnisse offen. Unter dem Strich zeigte sich ein Verlust von rund 21 Mio. Franken. Das ist zwar weniger als im Vorjahreszeitraum (-54 Mio. Franken), dennoch sei der Konzern noch nicht dort, wo er sein wolle, betonten die Unternehmensverantwortlichen.

Bis 2015 sollten Gewinne aber offenbar wieder möglich sein. Voegeli sagt im Interview: "Ich wurde gefragt, ob es für 2015 realistisch sei, und ich habe das bejaht."

Rückzug aus Tschechien und Polen

Zum Fitnessprogramm von Charles Vögele gehören nebst dem angekündigten Rückzug aus Tschechien und Polen beispielsweise auch ein neuer Marktauftritt. "Unsere Imagekampagne mit den Vereinen hat uns gut getan - wir haben gezeigt, wir sind noch da!", so Voegeli. "Jetzt aber gehen wir davon etwas weg und rücken unsere Kollektion in den Vordergrund, unser gutes Preis-Leistungs-Verhältnis."

Noch 2011 hatte Charles Vögele versucht, mit den Hollywood-Stars Penélope und Monica Cruz sowie dem deutschen Schauspieler Til Schweiger Kunden anzulocken - erfolglos. Für Markus Voegeli, der soeben definitiv zum Konzernchef ernannt wurde, nachdem er die Funktion seit September interimistisch inne hatte, liegt der Schlüssel zum Erfolg aber bei der Zielgruppe Familie.

Charles Vögele biete ein volles und preisgünstiges Sortiment an. "Wir haben auch festgestellt, dass bei uns viele Frauen für ihre Männer einkaufen. Der typische Boss-Anzugsträger dagegen kauft eher für sich selber ein."

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SDA-ATS