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Chef der Militärjunta in Guinea nach Anschlag verletzt

Dieser Inhalt wurde am 04. Dezember 2009 - 03:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Conakry - Der Chef der Militärjunta in Guinea, Mussa Dadis Camara, ist bei einem Mordanschlag verletzt worden. Ein Offizier habe auf den Präsidenten geschossen, verlautete am Donnerstagabend aus Diplomatenkreisen in Conakry.
Der Senegal schickte ein Flugzeug in das westafrikanische Land, um den verletzten Juntachef zur ärztlichen Behandlung auszufliegen, wie ein senegalesischer Vertreter mitteilte. Die Lage in Conakry war gespannt, Militärs patrouillierten auf den Strassen, Helikopter kreisten über der Stadt.
Der mutmassliche Attentäter, Abubacar Sidiki Diakité alias Tumba, sei festgenommen worden, sagte Staatssekretär Mussa Tiegboro Camara im staatlichen Radio.
Tumba, einst zuständig für die Sicherheit des Juntachefs, stand seit dem Massaker vom 28. September massiv unter Druck. Nach Angaben zahlreicher Augenzeugen war er einer der Anführer der blutigen Niederschlagung von Protesten gegen die Militärjunta.
Nach Angaben der Regierung wurden 56 Zivilisten getötet und 934 weitere Menschen verletzt; Menschenrechtsgruppen in dem Land sprechen sogar von 157 Todesopfern und 1200 Verletzten. Die Demonstranten protestierten gegen die Pläne von Junta-Chef Camara, bei der für Januar geplanten Präsidentenwahl anzutreten.

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