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Keine Silvesterparty, sondern eine Demonstration: Hunderttausende fordern in Seoul den sofortigen Rücktritt der südkoreanischen Präsidentin.

KEYSTONE/EPA/JEON HEON-KYUN

(sda-ats)

Die Ermittlungen zur Korruptionsaffäre um die entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye werden ausgeweitet. Ein Gericht setzte den Chef des staatlichen Pensionsfonds, Moon Hyung Pyo, in Haft. Hunderttausende protestierten erneut gegen die Präsidentin.

Mit brennenden Kerzen marschierten die Demonstranten am Samstag bis vor den Präsidentenpalast und den Sitz des Regierungschefs in Seoul. "Park Geun Hye tritt zurück. Geh sofort ins Gefängnis", skandierten sie. Die Organisatoren schätzten die Zahl der Demonstranten auf mehr als 600'000.

Das Parlament in Seoul hatte wegen der Korruptionsaffäre Anfang Dezember für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park gestimmt, die damit umgehend ihre Amtsvollmachten verlor. Sie behielt aber ihren Titel als Staatschefin und bleibt im Präsidentenpalast, bis das Verfassungsgericht über ihre Amtsenthebung entschieden hat.

Pensionsfonds-Chef festgenommen

Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Samstag, ein Bezirksgericht in Seoul habe nach der Prüfung von neuem Beweismaterial einen Haftbefehl gegen Pensionsfonds-Chef Moon erlassen. Dieser war am Mittwoch festgenommen worden.

Der frühere Gesundheitsminister gab inzwischen zu, den Pensionsfonds NPS dazu gedrängt zu haben, einer umstrittenen Fusion von zwei Samsung-Töchtern zuzustimmen. NPS ist der drittgrösste staatliche Pensionsfonds der Welt und Grossaktionär bei Samsung. Kritikern zufolge verloren NPS-Anteilseigner durch die Fusion hunderte Millionen Dollar.

Der Samsung-Vizechef Lee Jae Yong soll im Januar dazu befragt werden, ob er Manager von Samsung Electronics überredete, im Gegenzug für die Zustimmung von NPS Millionen Dollar in dubiose Stiftungen und Unternehmen zu stecken, die von Choi Soon Sil kontrolliert wurden.

Die Vertraute der Präsidentin steht im Zentrum der Korruptionsaffäre. Sie soll ihre Beziehungen zu Park genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Ausserdem wird ihr vorgeworfen, sich in die Regierungsgeschäfte eingemischt zu haben. Choi sitzt inzwischen in Haft, Park wird als "Verdächtige" in dem Fall behandelt.

Das Verfassungsgericht prüft nun, ob die Amtsenthebung von Park gültig ist. Sollte sie dauerhaft von ihrem Amt entbunden werden, muss ein neues Staatsoberhaupt gewählt werden, möglicherweise bereits Ende März.

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SDA-ATS