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Chefanklägerin Fatou Bensouda am Dienstag am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.

Keystone/AP/BAS CZERWINSKI

(sda-ats)

Kurz vor dem Abschluss des Verfahrens gegen den ehemaligen kongolesischen Kriegsherrn Bosco Ntaganda vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag hat die Chefanklägerin ihre Vorwürfe gegen den 44-Jährigen bekräftigt.

Die Beweise hätten gezeigt, dass Ntaganda für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich sei, sagte Fatou Bensouda am Dienstag.

Gegen Ntaganda liegen 18 Anklagen vor, die sich auf mutmassliche Verbrechen zwischen 2002 und 2003 bei Kämpfen in der Region Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo beziehen. Die von Ntaganda angeführte und von der Volksgruppe der Hema dominierte Rebellenmiliz FPLC kämpfte gegen Angehörige der Volksgruppen der Lendu, Bira und Nande. Nichtregierungsorganisationen gehen von mehr als 60'000 Toten in dem Konflikt aus.

"Persönlich Verbrechen begangen"

Die Chefanklägerin wirft dem früheren Kriegsherren den Einsatz von Kindersoldaten und die Tötung von Zivilisten wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit vor. Zudem habe er Soldaten als Sexsklaven gehalten, sagte Bensouda. "Viele Menschen wurden per Hand hingerichtet, durch Stösse mit der Machete." Mehrere Menschen seien "aufgeschnitten" worden - "sogar schwangere Frauen". Ntaganda habe aber auch "persönlich Verbrechen begangen".

Bereits zum Prozessauftakt vor drei Jahren hatte der Angeklagte die Vorwürfe zurückgewiesen. Er sei "ein Soldat, kein Krimineller" gewesen, sagt er. Seinem Anwalt zufolge will Ntaganda zum Abschluss der Anhörungen selbst das Wort ergreifen.

Die Schlussplädoyers sollen bis Donnerstag abgeschlossen sein. Bis zur Verkündung des Urteils können jedoch noch Monate oder sogar Jahre vergehen.

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