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SBB-Chef Andreas Meyer hat im vergangenen Jahr rund eine Million Franken verdient. Andere Chefs bundesnaher Betriebe mussten Lohneinbussen hinnehmen. (Archivbild)

KEYSTONE/THOMAS DELLEY

(sda-ats)

Die Löhne und Boni der Chefs bundesnaher Betriebe sind im vergangenen Jahr gesunken. Topverdiener war SBB-Chef Andreas Meyer. Er musste keine Einbussen hinnehmen und kam als einziger auf über eine Million Franken.

Meyers Fixlohn stieg auf 600'000 Franken, die Boni blieben bei rund 336'300. Zusammen mit den Nebenleistungen kam der SBB-Chef auf exakt 1'051'571 Franken. Im Vorjahr waren es 1'046'186 Franken gewesen.

An zweiter Stelle folgt Post-Chefin Susanne Ruoff. Sie verdiente allerdings mit 974'178 Franken etwas weniger als im Vorjahr (984'521). Der Fixlohn blieb bei 610'000 Franken, die Boni sanken auf rund 316'800 Franken. Das ist dem Kaderlohnreporting zu entnehmen, das der Bundesrat am Mittwoch veröffentlicht hat.

Der Chef des Rüstungskonzerns RUAG, Urs Breitmeier, erhielt noch 912'468 Franken. Im Vorjahr war er auf über eine Million Franken gekommen, was breite Kritik auslöste. Breitmeiers Fixlohn stieg 2016 zwar von 460'000 Franken auf 523'500 Franken, die Boni sanken aber von fast 500'000 auf rund 354'000 Franken. Hinzu kamen Nebenleistungen wie Spesenpauschalen im Umfang von 35'000 Franken.

Weniger für Tourismus-Chef

SUVA-Chef Felix Weber erhielt rund 583'300 Franken. Sein Vorgänger hatte im Vorjahr 677'700 Franken erhalten. FINMA-Chef Mark Branson stagnierte bei 552'300 Franken (Vorjahr 552'000).

Der scheidende SRG-Chef Roger de Weck kam noch auf 536'300 Franken (557'400), der Chef von Skyguide auf 523'100 Franken (548'200). Der Direktor von Schweiz Tourismus musste sich mit 388'300 Franken zufrieden geben. Im Vorjahr hatte er noch rund 425'000 Franken verdient.

Markant mehr verdiente letztes Jahr dagegen der Chef von PostFinance mit 810'000 Franken (726'800), etwas mehr erhielten der Chef der Revisionsaufsichtsbehörde RAB mit 325'800 Franken (318'100) und der Chef der Identitas mit 243'500 Franken (240'900).

Begrenzung noch nicht wirksam

Der Bundesrat hatte im Herbst beschlossen, die Vergütungen der obersten Kader stärker zu steuern. Als Alleinaktionär oder Eigner habe er eine beherrschende Stellung in den Unternehmen, hielt er damals fest. Das erlaube ihm, auch ohne formalisierte Kompetenzen Massnahmen durchzusetzen. Die Auswirkungen der Regierungsbeschlüsse werden aber erst ab dem Berichtsjahr 2019 sichtbar sein.

Die Unternehmen Post, SBB, Skyguide, RUAG, Identitas und SIFEM müssen zunächst ihre Statuten ändern. Die Generalversammlungen erhalten die Kompetenz, jährlich im Voraus eine Obergrenze für die Honorare des obersten Leitungsorgans, dessen Vorsitz sowie für die Entlöhnung der Geschäftsleitung festzulegen. Erstmals werden sie das 2018 für das Jahr 2019 tun.

Weiter werden die Boni und Nebenleistungen im Verhältnis zum Fixlohn begrenzt: Der variable Lohnanteil - also der Bonus - der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder darf höchstens 50 Prozent des fixen Lohnanteils betragen, die Nebenleistungen dürfen nicht mehr als zehn Prozent ausmachen. Die Regelung zu den Nebenleistungen gilt sowohl für die Aktiengesellschaften als auch für die Anstalten und Stiftungen des Bundes.

SDA-ATS