Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Jacques Dubochet wurde 1942 in Aigle VD geboren. Nach einem Doktorat in Biophysik in Genf und Basel war er ab 1987 Professor an der Uni Lausanne, seit 2007 ist er emeritiert.

Keystone/Willy BLANCHARD - UNIL

(sda-ats)

Der diesjährige Chemie-Nobelpreis geht an den Schweizer Jacques Dubochet, Joachim Frank (USA) und Richard Henderson (GB). Sie werden für die Entwicklung der Kryoelektronenmikroskopie geehrt, wie die Nobel-Jury am Mittwoch in Stockholm mitteilte.

Die Entwicklung der drei Forschenden ermöglicht Einblicke in die Details der Struktur von Biomolekülen. Forscher können damit Biomoleküle "mitten in der Bewegung" einfrieren und damit biologische Prozesse nachvollziehen, die zuvor verborgen geblieben waren.

Der 1942 in Aigle VD geborene Jacques Dubochet von der Universität Lausanne verbesserte diese Mikroskopietechnik Anfang der 1980er Jahre wesentlich, indem er die in Wasser gelösten Moleküle für die Messung rasant einfror, also "vitrifizierte". Dadurch behalten die Biomoleküle selbst im Vakuum ihre natürliche Form. Das erlaubte eine Momentaufnahme ihrer Struktur mit dieser Mikroskopietechnik.

3D-Bilder von Zika-Virus und Co.

Der gebürtige Deutsche Joachim Frank arbeitet an der Columbia University in New York und legte wichtige Grundsteine für diese Technik: Zwischen 1975 und 1986 machte er die Methode allgemein anwendbar, indem er eine spezielle Bildverarbeitung entwickelte. Diese ermöglichte aus den unscharfen zweidimensionalen Bildern eine scharfe 3D-Aufnahme zusammenzusetzen.

1990 gelang es Richard Henderson vom MRC Laboratory of Molecular Biology, Cambridge, die 3D-Struktur eines Proteins in atomarer Auflösung zu erzeugen. Er bewies damit, dass sich mittels Elektronenmikroskopie nicht nur totes Material abbilden liess. In jüngerer Zeit wurde beispielsweise die Oberflächenstruktur des Zika-Virus mit dieser Technik entschlüsselt - ein wichtiger Schritt für die Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffen.

Freude über Schweizer Nobelpreis

Der Schweizerische Nationalfonds SNF äusserte sich erfreut über den Nobelpreis für die Schweiz. Die Auszeichnung sei das beste Argument für eine unabhängige und internationale Grundlagenforschung in der Schweiz, hiess es am Mittwoch in einem ersten Statement.

Im vergangenen Jahr erhielten der Franzose Jean-Pierre Sauvage, der gebürtige Brite James Fraser Stoddart und der Niederländer Bernard Feringa den Chemie-Nobelpreis. Sie entwickelten "molekulare Maschinen": eine Art Lift, künstliche Muskeln und ein Nano-Auto. Alles aus nur wenigen Molekülen. Das Nano-Auto fuhr unter anderem an der Forschungsanstalt EMPA in Dübendorf ZH.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS