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Nach einem Medienbericht über den Reichtum seiner Familie haben die chinesischen Zensurbehörden die Internetsuche nach dem Namen von Vize-Präsident Xi Jinping blockiert. In Online-Suchmaschinen und auf Seiten von Internet-Netzwerken war die Suche nach Xi am Samstag nicht mehr möglich.

Zudem konnten die Internetseiten der Nachrichtenagentur Bloomberg und der zu ihr gehörenden "Business Week", die bereits am Freitag lahmgelegt wurden, weiterhin nicht aufgerufen werden.

Bloomberg hatte am Freitag unter Berufung auf öffentlich zugängliche Daten berichtet, dass die Familie von Xi - inklusive entfernter Verwandter - über ein Vermögen von rund 380 Millionen Dollar verfügt.

In dem Bericht wurde aber weder das genaue Einkommen von Xi noch von dessen Frau und ihrer gemeinsamen Tochter thematisiert. Zudem verwies die Agentur darauf, dass es keine Hinweise auf ein Fehlverhalten der Familie gebe.

Der Medienbericht rief dennoch die Zensurwächter auf den Plan, weil er indirekt auf die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in der Volksrepublik aufmerksam machte.

Xi gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Präsident Hu Jintao. Es wird erwartet, dass Hu Jintao ihm im Herbst zunächst die Führung der Kommunistischen Partei überträgt. Im nächsten März könnte er dann das Amt des Staatschefs übernehmen.

SDA-ATS