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Das chinesische Unternehmen Huawei hat im vergangenen Jahr am meisten Patente beim europäischen Patentamt angemeldet. (Archiv)

KEYSTONE/AP/MARK SCHIEFELBEIN

(sda-ats)

2017 hat China erstmals mehr europäische Patente angemeldet als die Schweiz. Damit verwies das Reich der Mitte die Schweiz von Platz fünf auf Platz sechs auf der Rangliste der anmeldestärksten Länder des Europäischen Patentamts (EPA).

Mit 7283 Patentanmeldungen und 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr habe die Schweiz zwar einen neuen Höchststand erreicht, teilte das EPA am Mittwoch mit. Das reichte aber nicht, um die Chinesen abzuhängen: Diese steigerten ihre Patentanmeldungen um 16,6 Prozent auf 8330 und warfen die Schweiz erstmals aus den Top Fünf.

Weiterhin an der Spitze bleibt die Schweiz allerdings bei den meisten europäischen Patentanmeldungen pro Einwohner. Mit 884 Anmeldungen je Einwohner sank der Wert im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas, die Schweiz konnte ihren grossen Vorsprung gegenüber der Zweitplatzierten Niederlande (412) aber halten.

Insgesamt zählte das Europäische Patentamt im vergangenen Jahr 166'000 Patentanmeldungen, so viele wie nie zuvor. Am meisten Patentanmeldungen kamen aus den USA, gefolgt von Deutschland, Japan und Frankreich.

Spitzenreiter Huawei

Bei den Patentanmeldungen von Unternehmen schaffte es China ganz nach oben. Im vergangenen Jahr meldete der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei mit 2398 die meisten europäischen Patente an. Erstmals in der Geschichte des EPA hatte damit ein Unternehmen aus dem Reich der Mitte die Nase bei den weltweit wichtigsten Anmeldern vorn.

Am kräftigsten zulegen unter den zehn erfindungsreichsten Firmen konnte allerdings Siemens. Mit einem Anmeldeplus von fast 19 Prozent arbeitete sich der deutsche Elektrokonzern vom sechsten auf den zweiten Platz vor, gefolgt von den südkoreanischen Anbietern LG und Samsung sowie dem US-Mobilfunk- und Halbleiterunternehmen Qualcomm.

Das erfindungsreichste Schweizer Unternehmen war der Pharmakonzern Roche mit 643 Patentanmeldungen - es liegt im internationalen Vergleich auf dem 27. Platz. Ebenfalls in den Top 50 liegen der Industrie- und Automationskonzern ABB mit 508 und der Nahrungsmittelkonzern Nestlé mit 451 Anmeldungen.

Die wichtigsten Technologiefelder der Schweizer Anmeldungen waren Messtechnik, Medizintechnik sowie Verpackungs- und Transportsysteme. Bei den Kantonen mit den meisten europäischen Patentanmeldungen liegt die Waadt an der Spitze mit einem Anteil von 16,3 Prozent an allen Schweizer Anmeldungen. Darauf folgen Basel-Stadt und Zürich mit einem Anteil von jeweils 12,9 Prozent.

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