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US-Aussenminister Rex Tillerson (links) begrüsst den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping (Mitte) und First Lady Peng Liyuan (rechts) auf dem Flughafen von Palm Beach in Florida.

KEYSTONE/AP/LYNNE SLADKY

(sda-ats)

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping ist zu seinem ersten Besuch bei US-Präsident Donald Trump in den USA eingetroffen. Xi landete am Donnerstagnachmittag auf dem Flughafen von Palm Beach in Florida, von wo aus er zu Trumps Anwesen Mar-a-Lago weiterfuhr.

Xi wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau Peng Liyuan von US-Aussenminister Rex Tillerson in Empfang genommen.

Das zweitägige Treffen der beiden Staatsmänner, das mit einem Dinner am Abend beginnen sollte, wird weltweit mit grosser Spannung erwartet. Das Verhältnis zwischen den USA und China ist derzeit vor allem durch Trumps Kritik an Pekings Aussenhandelspolitik belastet.

Der US-Präsident wirft China vor, über eine künstlich abgewertete Währung gegenüber dem US-Dollar seine Exporte in die USA zu begünstigen. Ausserdem wollen Trump und Xi auch über die Krise in Nordkorea sprechen. Die Regierung des stalinistischen Landes hatte zuletzt mehrfach mit neuen Raketentests provoziert.

Diplomatische Bewährungsprobe

In US-Medien war vor dem Treffen mit dem chinesischen Staatschef von einer grosser diplomatischen Bewährungsprobe Trumps die Rede. Der US-Präsident ist seit Mitte Januar im Amt.

US-Aussenminister Tillerson rief China angesichts der Spannungen mit Nordkorea zu mehr Zusammenarbeit auf. China könne "Teil einer neuen Strategie" sein, um das nordkoreanische Atomprogramm zu bremsen.

China solle seinen Einfluss auf Nordkorea geltend machen, sagte Tillerson, kurz vor dem Treffen Trumps mit Xi. Auch Trump äusserte auf dem Flug nach Florida die Erwartung, dass China seine Rolle in dem Konflikt ausbaut. Die Regierung des stalinistischen Landes hatte zuletzt mehrfach mit neuen Raketentests provoziert.

Wieder nordkoreanischer Raketentest

Kurz vor den Gesprächen der Präsidenten hatte Nordkorea im Streit um sein Atomprogramm militärische Macht demonstriert. Nordkorea habe am Mittwoch nahe Sinpo an der Ostküste eine ballistische Test-Rakete in Richtung offenes Meer abgefeuert, teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Nach etwa 60 Kilometern sei sie ins Japanische Meer gestürzt.

Auch das US-Militär bestätigte den Start. Nach Angaben des US-Pazifikkommandos handelte es sich vermutlich um eine Mittelstreckenrakete des Typs KN-15. Eine solche Rakete hatte Nordkorea trotz UNO-Verboten im Februar getestet.

US-Präsident Trump bekräftigte in einem Telefongespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, dass "alle Optionen auf dem Tisch liegen", wie Abes Büro am Donnerstag in Tokio berichtete.

Der US-Präsident sicherte Japan und Südkorea seine Unterstützung zu. Die USA würden sich und ihre Verbündeten mit allen militärischen Mitteln verteidigen. In einem Interview hatte Trump kürzlich gesagt, notfalls würden die USA das Problem Nordkorea allein und ohne China lösen.

Peking ruft zu Zurückhaltung auf

China rief zu einer Deeskalation der Lage auf. Alle Parteien sollten sich zurücknehmen und "nichts unternehmen, um die gegenwärtige intensive Situation zu verschärfen", sagte Hua Chunying, Sprecherin des Pekinger Aussenministeriums.

Als wichtigster Handelspartner Nordkoreas trägt China zwar alle UNO-Sanktionen mit, es befürchtet aber eine militärische Eskalation oder einen Kollaps des Nachbarn. Als Ergebnis könnten Flüchtlinge nach China strömen.

SDA-ATS

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