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Inspiriert von der staatlichen Ein-Kind-Politik hat die Verwaltung der chinesischen Millionenmetropole Shanghai ein Gesetz gegen die Überbevölkerung mit Haustieren erlassen.

Mit einer Ein-Hund-Politik solle die Zahl der vierbeinigen Freunde in den Familien der 20-Millionen-Einwohner-Stadt reduziert werden, berichtete die staatliche Zeitung "China Daily" am Donnerstag. Ein entsprechendes Gesetz werde am 15. Mai in Kraft treten.

In der wachsenden chinesischen Mittelschicht erfreuen sich Hunde zunehmender Beliebtheit. In der boomenden Metropole Schanghai sollen Schätzungen zufolge 800'000 Hunde leben, allerdings ist nur ein Viertel davon registriert. Die Stadtverwaltung sieht in den Hunden - und deren Ausscheidungen - zunehmend ein Problem für die Umwelt.

Deshalb müssen Welpen gemäss dem Gesetz künftig bis zum Alter von drei Monaten an eine Familie ohne Hund oder an eine regierungseigene Hunde-Adoptionsstelle abgegeben werden. Abschied von seinem treuen Gefährten muss niemand nehmen: Wer schon zwei oder mehr offiziell registrierte Hunde besitzt, darf sie behalten.

Mit der Ein-Kind-Politik hatte die kommunistische Führung vor 30 Jahren eine Massnahme zur Bevölkerungskontrolle eingeführt. Nach Angaben der chinesischen Familienplanungsbehörde würde das mehr als 1,3 Milliarden Einwohner zählende Land ohne die Ein-Kind-Politik 400 Millionen Bürger mehr zählen.

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SDA-ATS