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Der neue US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat trotz massiver Einsparungen den globalen Machtanspruch seiner Streitkräfte betont. "Wenn wir nicht führen, füllt ein Anderer das Machtvakuum aus", sagte Hagel.

"Die Welt, in der Amerika nicht führt, ist nicht die Welt, die ich meinen Kindern vererben möchte", sagte Hagel bei seiner ersten grösseren Rede seit seinem Amtsantritt Ende Februar. Die USA dürften sich nicht den Luxus leisten, sich zurückzuziehen.

Nach wie vor stelle der Terrorismus aus "schwachen Staaten" in Nahost und Nordafrika eine Bedrohung dar. Zwar gehe ein Jahrzehnt mit zwei Kriegen im Irak und in Afghanistan zu Ende - "doch die Bedrohung durch gewalttätige Extremisten besteht fort".

Auch die US-Armee werde den Sparzwängen nicht entkommen, fügte Hagel bei seiner Rede vor Offizieren der National Defense University hinzu. Es komme nun darauf an, angemessene und kluge Reformen durchzusetzen, die die Verteidigungsfähigkeit der USA nicht gefährdeten.

Happige Einsparungen

In den USA sind kürzlich längerfristige Budgetkürzungen in Kraft getreten, die auch den Militäretat massiv treffen. Das Pentagon muss sein Budget demnach um 7,9 Prozent kürzen. Dies sind allein in diesem Jahr rund 41 Milliarden Dollar.

Für Waffenkäufe, den Betrieb von Militärstützpunkten oder Renovierungsarbeiten dürfte Geld fehlen, heisst es in der Armee. Die Truppenstärke soll aber nicht reduziert werden.

Aufruf an Nordkorea

In seiner Rede rief Hagel Nordkorea auf, seine "kriegerische Rhetorik" zu beenden. Das Verhalten des Regimes in Pjöngjang sei gefährlich.

"Wir nehmen diese Bedrohung ernst. Wir müssen diese Bedrohung ernst nehmen", sagte Hagel. "Man braucht nur einmal falsch liegen, und ich möchte nicht der Verteidigungsminister sein, der falsch liegt", fügte er hinzu.

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SDA-ATS