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Churer Bischof Huonder hat das Vertrauen des Papstes

Der umstrittene Churer Bischof Vitus Huonder geniesst nach eigener Aussage das volle Vertrauen von Papst Benedikt XVI. Der Heilige Vater wünsche sich von ihm "Kontinuität in seinem Dienst". Das ist die Botschaft, die der Bischof von einer Reise nach Rom zurückbrachte.

Huonder traf im Vatikan allerdings nicht den Papst selber, sondern Kardinal Marc Ouellet. Der Präfekt der Bischofskongregation, der vatikanischen Zentralbehörde für Bischöfe, überbrachte Huonder die päpstliche Nachricht. Das teilte der Bischof in einem Brief den Priestern und pastoralen Mitarbeitenden des Bistums mit, wie er am Freitag bekannt gab.

"Ich mache mir die Erwartungen des Papstes zu eigen", schreibt Huonder. Deshalb sei er nach den für ihn nicht einfachen Ereignissen der vergangenen Wochen bereit, seinen Dienst im Bistum weiterzuführen.

Abberufung war ein Thema

Wie der Diözesanbischof am Freitag in einem Gespräch mit dem Regionaljournal Graubünden von Radio DRS sagte, hat er in Rom seine Abberufung als Bischof thematisiert. Er habe sich aber überzeugen lassen, "dass ich diese Aufgabe weiterführen muss". Ein Bischof lasse sich nicht auswechseln wie ein Handschuh.

Laut Huonder ist Rom informiert über den Riss im Bistum Chur. Ein Riss bestehe nicht nur in seiner Diözese, sondern in der ganzen Schweiz, wo die Entwicklung auf eine Separation von der Weltkirche hinauslaufe.

Huonder reiste in den Vatikan, um sich über das weitere Vorgehen im zerstrittenen Bistum zu beraten. Der Bischof ist mit Kritik und Opposition konfrontiert von Vertretern der Kantonalkirchen und aus den Reihen der leitenden Priester. Huonder wird wegen seiner Personal- und Ausbildungspolitik, seines Führungsstils und seiner kritischen Haltung zu den Kantonalkirchen kritisiert.

Huonder bittet um Sachlichkeit

Seine Mitarbeitenden bittet der Bischof, in der Debatte um das staatskirchenrechtliche System der Kantonalkirchen und Kirchgemeinden "zur Sachlichkeit zurückzufinden". Er betont, dass er die Kooperation suche und warnt vor "nutzlosen Auseinandersetzungen", welche die Sendung der Kirche schmälerten.

Anfang Mai will der Oberhirte den Priesterrat und den Rat der Laientheologen und Diakone zu einer Aussprache einberufen.

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