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CIA-Chef: Nordkorea in wenigen Monaten atomare Bedrohung für USA

Der Direktor des US-Geheimdienstes CIA, Mike Pompeo, hat jede Verwicklung seiner Behörde in die Proteste im Iran bestritten. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/JACQUELYN MARTIN

(sda-ats)

CIA-Direktor Mike Pompeo hat seine Aussage bekräftigt, wonach Nordkorea bald eine atomare Bedrohung für die USA darstellen dürfte. Er stehe zu der Einschätzung, wonach dies eine Frage von Monaten sei, sagte der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes am Sonntag bei CBS.

Einzelheiten nannte er allerdings nicht. Zugleich wies er einen Bericht der "New York Times" zurück, wonach die Geheimdienste die grossen Fortschritte beim nordkoreanischen Atomprogramm nicht vorhersagen konnten. Die Dienste wüssten über die nordkoreanischen Fähigkeiten und Absichten und hätten beim Tempo des Atomprogrammes überwiegend richtig gelegen, sagte Pompeo.

Nordkorea hat erklärt, über Atomraketen zu verfügen, mit denen die gesamten USA erreicht werden können. In den vergangenen Monaten hatten sich US-Präsident Donald Trump und Staatschef Kim Jong Un immer wieder mit Drohungen überzogen. Am Sonntag erklärte Trump allerdings, er sei zu einem Telefonat mit dem Machthaber bereit.

Kein Einwirkung auf Islamische Republik

Der Direktor des US-Geheimdienstes Pompeo bestritt zudem jede Verwicklung seiner Behörde in die Proteste im Iran. "Das ist falsch. Das ist das iranische Volk", hob Pompeo am Sonntag im US-Sender Fox News hervor. Er reagierte damit auf Vertreter der iranischen Führung und Justiz, die den USA und insbesondere dem CIA vorgeworfen hatten, die Proteste im Iran angeheizt zu haben.

Pompeo sagte, dass die iranische Bevölkerung selbst mit den Demonstrationen begonnen habe, um bessere Lebensbedingungen zu verlangen und um "mit dem theokratischen System zu brechen, unter dem sie seit 1979 leben". Er ging auch davon aus, dass die Proteste weitergehen. Die Demonstrationen seien "nicht vorbei".

Die Proteste im Iran hatten am 28. Dezember in der Stadt Maschhad begonnen und sich binnen Tagen auf das ganze Land ausgeweitet. Bei gewaltsamen Zusammenstössen mit Sicherheitskräften wurden 21 Menschen getötet, bevor die Proteste am Dienstag abflauten.

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