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Nach Jahren mit Verlusten und der Streichung tausender Arbeitsplätze ist der Spezialchemiekonzern Clariant wieder profitabel und schwenkt sogleich auf Expansionskurs ein. Für 2,5 Mrd. Fr. kaufen die Baselbieter den deutschen Rivalen Süd-Chemie und müssen dafür neue Schulden aufnehmen.

Der Münchner Milliardenkonzern stellt unter anderem Giessereichemikalien, Spezialharze, Batteriekomponenten, Katalysatoren und Schutzverpackungen her. Zudem forscht das Unternehmen an Materialien für Lithium-Ionen-Batterien und Technologien zur Herstellung von Bioethanol der zweiten Generation.

Clariant hat mit den Hauptaktionären die Übernahme von gut 95 Prozent am Traditionskonzern vereinbart. Dessen Gründerfamilie, die rund 46 Prozent hat, tauscht ihre Anteile in Clariant-Aktien. Zusammen mit der Ausgabe neuer Titel wolle Clariant das Kapital um 1,1 Mrd. Fr. erhöhen, sagte Clariant-Chef Hariolf Kottmann am Mittwoch vor den Medien in Zürich.

Schulden beunruhigen den Markt

Während die Baselbieter zur Finanzierung des Kaufs weitere 500 Mio. vorrätig haben, müssen sie sich 900 Mio. als Fremdkapital besorgen. Die Schuldenlast des Konzerns, der in den letzten Jahren eine veritable Rosskur durchlief und Ende 2010 gemessen am Eigenkapital einen Verschuldungsgrad von 7 Prozent auswies, steigt nun wieder.

Dies beunruhigt die Investoren, die sich nach Einschätzung von Analysten lieber eine ruhigere Phase für Clariant gewünscht hätten. Für sie ist der Übernahmepreis für Süd Chemie zu hoch. Kritisiert wird, dass sich die gerade gesundgeschrumpfte Clariant schon wieder auf ein Abenteuer einlasse. Weitgehend einig sind sich die Experten verschiedener Banken aber darin, dass der Kauf von Süd-Chemie für Clariant mittelfristig sinnvoll sei.

Wieder schwarze Zahlen

Im vergangenen Jahr erzielte Clariant einen Gewinn von 191 Mio. Franken, nach einem Verlust von 194 Mio. Fr. im Vorjahr. Trotz des starken Frankens legte der Umsatz um 8 Prozent auf 7,12 Mrd. Fr. zu, erreichte aber noch nicht wieder die 8 Mrd. Franken, die der Konzern 2008 eingenommen hatte.

Ein Preis für die wiedererreichte Profitabilität war ein harter Personalabbau. 2010 strich Clariant 1360 Stellen, nachdem im Vorjahr rund 2600 Arbeitsplätze weggefallen waren.

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SDA-ATS