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Die Neuenburger Uhrenmanufaktur Corum tritt nach der Übernahme durch die China Haidian Gruppe in eine neue Entwicklungsphase. Die Zeit der Unsicherheit der Firma mit Sitz in La Chaux-de-Fonds sei vorbei, beteuert Geschäftsführer Antonio Calce.

Die kurz davor bekannt gegebene Übernahme sorgte an der Basler Uhrenmesse Baselworld für Gesprächsstoff. "Eine solche Transaktion lässt sich nicht in einigen Wochen bewerkstelligen, ich habe mir die Baselworld als Zeitpunkt zur Klärung der Situation gesetzt", erklärte Calce in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Seit dem Jahr 2000 gehörte Corum zur amerikanischen Gruppe Severin Wunderman. "Nach dem Tod von Severin Wunderman im Jahr 2008 begann für Corum eine lange Übergangsphase. Ich habe schnell erkannt, dass seine Stiftung nicht bereit war, langfristig in eine Uhrenmarke zu investieren, da dies nicht ihrem Zweck entsprach."

Daher habe der Prozess für Wechsel im Aktionariat beschleunigt werden müssen, um den Fortbestand der Marke zu sichern, sagte Calce, der 2005 nach langjähriger Tätigkeit für den Luxusgüterkonzern Richemont zu Corum gestossen ist. Mit Haidian habe Corum nun den idealen Partner gefunden.

Vertrauensverhältnis

Der Corum-Chef spricht von einem Vertrauensverhältnis mit dem Generaldirektor von China Haidian, Hon Kwok Lung: "Dieser Mann geht unternehmerische Risiken für eine Marke ein. Unsere beiden Kulturen können sich verstehen und sich respektieren." So könnten Chinesen in die Schweizer Uhrenindustrie investieren, das Metier wahren, das Swiss Made und das Management.

Mit der Übernahme von Corum will China Haidian in die Luxusuhrenbranche expandieren. Es ist nicht ihr Probestück in der Schweiz: die Gruppe hat vor zwei Jahren bereits den Grenchner Uhrenhersteller Eterna übernommen.

Investitionen nötig

Marken können nur mit bedeutenden Investitionen gesichert werden, wie Calce festhält. Corum habe nun einen Partner mit bedeutenden finanziellen Möglichkeiten.

Trotzdem will die Firma ihre Strategie nicht umkrempeln. "Corum bleibt eine Nischenmarke. Wir wollen weiterhin auf intelligente Weise wachsen", sagte Calce.

Beschleunigen will die Firma den Ausbau bei den Boutiquen. Gegenwärtig verfügt Corum über weniger als zehn eigene Läden. Eine Eröffnung in Miami in den USA ist geplant.

Wachstum angepeilt

Corum beschäftigt rund 130 Angestellte in La Chaux-de-Fonds. Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz in der Grössenordnung von 10 Prozent. Dabei war die zweite Jahreshälfte von den Übernahmeverhandlungen geprägt, wie Calce festhält.

Die Luxusmarke - die Preise für Corum-Uhren reichen von 4600 bis 50'000 Franken - stellt pro Jahr zwischen 12'000 und 15'000 Uhren her. Im laufenden Jahr sollen die Verkäufe um 5 bis 7 Prozent zunehmen.

In Asien erzielen die Neuenburger bereits 30 Prozent des Umsatzes. Der Anteil Europas beträgt ebenfalls rund 30 Prozent. Die Geschäfte auf dem alten Kontinent entwickelten sich dank der Nachfrage von Touristen gut.

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SDA-ATS