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Angesichts der Veränderungen in der Bankbranche krempelt die Credit Suisse ihre Anlageberatung in der Vermögensverwaltung komplett um. Die Kunden können ab nächstem April aus vier Kategorien wählen, wie viel Betreuung sie wollen. Die Preise werden gesenkt.

Im Durchschnitt dürfte ein Kunde rund 15 Prozent günstiger fahren als heute, schätzte der Leiter der CS-Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden (ohne die Superreichen) in der Schweiz, Christoph Brunner, am Dienstag vor den Medien in Zürich. Gesenkt würden die Depotgebühren und die Tarife für den Handel von Wertpapieren.

Auch die Retrozessionen aus den Anlagefonds würden grossteils verschwinden. Wo weiterhin Retrozessionen flössen, würden diese von der Bank den Kunden erstattet. Im Gegenzug werde neu eine Anlagegebühr eingeführt, die von der Anlagekategorie und vom Depotvolumen abhängig sei.

Die höchsten Gebühren zahlen jene Kunden, die viel handeln und täglich mit ihrem Kundenberater in Kontakt stehen, um sich Anlageideen geben zu lassen. Hier beträgt die Minimalgebühr 8000 Franken. Keine Minimalgebühren bezahlen jene Kunden, die einmal im Jahr bei ihrem Kundenberater Anlageideen einholen sowie auf den Onlinezugang zu umfangreichen Marktdaten und Research-Informationen verzichten.

Kein Pauschaltarif

Die Credit Suisse habe sich bewusst gegen einen Pauschaltarif entschieden, sagte Brunner. Der würde so hoch ausfallen, dass davon nur jene kleine Minderheit von Kunden profitieren würde, die ganz viele Wertschriften handelten. Die Mehrheit der Kunden würde bei einem Pauschaltarif drauflegen.

"Insgesamt werden wir signifikant günstiger für die Kunden", sagte Brunner. Alleine in seinem Bereich im Schweizer Geschäft mache das einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus.

Die Credit Suisse hofft aber diese Einbusse dadurch mehr als wettmachen zu können, dass bestehende Kunden mehr Geld in Wertpapiere stecken und dass die Bank mit der Zeit Neukunden von der Konkurrenz anlocken wird. "Wir denken, dass wir die Einbussen schon nächstes Jahr überkompensieren können", sagte Brunner. Er brauche dazu 10 Milliarden bis 15 Milliarden Franken zusätzliche Vermögen.

Rekordjahr bei Neugeldern

"Wir wollen in fünf Jahren das Depotvolumen in meinem Geschäft (ohne die Superreichen) von 60 Milliarden auf 100 Milliarden Franken steigern", sagte Brunner. Derzeit habe die Credit Suisse in der Schweiz netto bereits 6 Milliarden Franken Neugelder mehr als vor einem Jahr. 2014 werde hoffentlich ein Rekordjahr.

Doch nicht nur in der Schweiz, sondern auch global sollen die Umsatzverluste aus den Preissenkungen durch höhere Volumen mindestens kompensiert werden, sagte der oberste Leiter des Private Banking und Schweizer Geschäfts, Hans-Ulrich Meister: "Wir sind überzeugt, dass wir weltweit und in der Schweiz weiterhin Marktanteile in Vermögensverwaltung gewinnen."

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SDA-ATS