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Für Urs Rohner, Präsident der CS, ist die Zeit der Lohnexzesse vorbei. (Archiv)

KEYSTONE/LUKAS LEHMANN

(sda-ats)

Die hohen Löhne in der Bankenbranche werden sich gemäss Urs Rohner weiter nach unten entwickeln. Für den Verwaltungsratspräsidenten der Grossbank Credit Suisse ist dies auch ein Muss.

Der Finanzsektor habe traditionell in allen Bereichen hohe Löhne bezahlt, sagte er im Interview mit der "Weltwoche". Es habe in den Jahren 2000 bis 2007 Exzesse gegeben. Doch die heutigen Spitzensaläre würden weit unter den damaligen Werten liegen. "Es hat sich schon vieles verändert. Das wird weitergehen", sagte er.

Das Problem der Branche liege auch darin, dass die gesamten Lohnkosten im Verhältnis zu den Totalkosten bei den Banken zu hoch seien, sagt er weiter. "Dieses Verhältnis gilt es zu verbessern, und die Digitalisierung bietet enorme Möglichkeiten dafür". Durch standardisierte Tätigkeiten und Automatisierungen gäbe es Produktivitätsfortschritte.

Zugleich seien die Löhne in der Branche auch eine Marktfrage. "Die Kraft des Marktes bekamen wir 2016 zu spüren", sagte Rohner. Die Konkurrenz hätte viele gute Mitarbeiter abgeworben. "Deshalb mussten wir von einem tiefen Niveau aus die Gehälter wieder gezielt anpassen".

Angesprochen auf die eigene höhere Vergütung und jene des Konzernchefs Tidjane Thiam, sagte Rohner: "Es ist wichtig, zu wissen, dass die Vergütungen für die Geschäftsleitung, wie sie letzte Woche bekannt gegeben wurden, nur dann in dieser Höhe ausbezahlt werden, wenn der zukünftige Erfolg sich einstellt und die langfristigen Ziele auch wirklich erreicht werden." Er selbst erhalte keinen variablen Lohn und habe auch freiwillig auf die Hälfte des Vorsitzhonorars verzichtet.

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SDA-ATS