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Das digitale Sparkässeli der Credit Suisse soll Kindern den Umgang mit Geld beibringen.

cg

(sda-ats)

Die Credit Suisse lanciert ein digitales Sparschweinchen mit Bankkonto für Kinder bis zwölf Jahren. Der Haken des Angebots: Vater oder Mutter müssen Credit-Suisse-Kunden sein - über Kinder sollen Neukunden gewonnen werden.

Was Migros und Coop mit ihren Sammelmanien gelungen ist, erhofft sich nun auch die Credit Suisse. Mit einem digitalen Sparsäuli mitsamt Kinderkonto, das sie nächsten Monat breit bewerben wird, will sie Eltern als Kunden gewinnen.

Das digitale Sparsäuli ist ein Kind von Credit-Suisse-Schweiz Chef Thomas Gottstein. Es richtet sich an Kinder bestehender Retail-Kunden und will weitere Eltern und deren Kinder zu CS-Kunden machen, wie Florence Schnydrig Moser, Leiterin Produkteentwicklung von CS Schweiz, am Dienstag in Zürich vor den Medien sagte.

Eltern der Million von Kindern hierzulande will die Grossbank mit dem finanzpädagogischen Konzept des Banking-Pakets "Viva Kids" überzeugen. Das Angebot, das ab dem 4. September auf dem Markt ist, kommt mit einer App für Kinder sowie einer für Eltern. Die Apps kommunizieren über WLAN mit dem Sparsäuli und zeigen an, wenn etwa Taschengeld eingeworfen wird.

Die Apps, ein Spar- und eine Transaktionskonto für die Kinder sowie das digitale Sparschwein gibt es für nicht CS-Kunden und ihre Kinder ab 99 Franken - das entspricht den minimalen Kosten, um ein einfaches Elternkonto zu eröffnen.

Interessante Zinsen

Auf dem Kindersparkonto zahlt die CS 5 Prozent Zins bis 1000 Franken, und 1 Prozent bis 25'000 Franken. Das Transaktionskonto verzinst sie mit 1 Prozent. Überweisungen aus dem Elternkonto sind gratis. Beraten wurden die Credit Suisse von Pro Juventute. So gibt es in der Welt des Sparkässelis namens "Digipigi" diverse Motivationsinstrumente.

Kinder können auf ein definiertes Ziel sparen, sehen, ob sie alle Bedingungen für das Taschengeld erfüllt haben oder wie sie durch Hausarbeit zusätzlich verdienen können. Die Kontrolle der Konti, der Ausgabelimiten und der Maestro-Karte, erhältlich ab 7 Jahren, liegt bei den Eltern.

Verantwortlich für die Entwicklung und Produktion des digitalen Sparschweins ist das Hightech-Unternehmen Zühlke aus Schlieren ZH. Laut Zühlke ist es seit Jahren das erste elektronische Spielzeug, das hierzulande hergestellt wird.

Bisher nur Kosten

Nachts dient das Kässeli als Leuchte und Wecker. Es macht Geräusche, wenn Geld hereinkommt, wenn die Kinder Geburtstag haben und kennt 25 Gesichtsausdrücke. Pro Woche wurden in letzter Zeit 1000 Digipigis produziert. Ein Expansion im Ausland ist laut CS vorerst nicht geplant. Die Patent- und Eigentumsrechte besitzt die Credit Suisse.

Leiterin Produkteentwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung CS Schweiz, Schnydrig Moser, spricht von einem "emotionalen Begleiter, der den Kindern, hilft den Umgang mit Geld zu lernen." Die Credit Suisse verdiene damit übrigens nichts, bemerkte sie. Ohne aktive Kündigung geht das Banking Paket am zwölften Geburtstag des Kindes in das bestehende CS-Paket für Jugendliche über.

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SDA-ATS