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Zürich - Für CS-Chefökonom Martin Neff haben die Euro-Käufe der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gegen die Franken-Aufwertung wenig gebracht. "Die Schweiz ist trotz der Devisenkäufe da, wo sie wohl sowieso angekommen wäre", sagte er im Gespräch mit den Medien.
Die SNB habe eine Entwicklung lediglich aufgeschoben: "Die Aufwertung war absehbar und im Kalkül der Exporteure und Investoren drin", sagte Neff, der die Schweiz-Abteilung der Credit-Suisse-Volkswirte leitet. Er hält es sogar für möglich, dass die SNB die Schwankungsanfälligkeit der Märkte tendenziell verstärkt hat.
Die SNB sitze nun auf einer auf 300 Mrd. Fr. gestreckten Bilanz, während der Euro zum Teil weniger als 1.30 Franken wert sei. Die Rechnung der Währungshüter sei für alle sichtbar nicht aufgegangen, sagte Neff am Dienstag in Zürich.
"Niemand spricht mehr von Schmerzgrenze"
Für den Schweizer Export sei nicht der Wechselkurs entscheidend, sondern das Wachstum in den grossen Absatzmärkten. Für Neff ist dieser Hebel weitaus grösser als der Aussenwert des Frankens.
Die Diskussion um eine Wechselkurs-"Schmerzgrenze" nimmt Neff nicht ernst. Beginnend mit einem Euro-Kurs von 1.50 Franken sei diese in vielen Einschätzungen seit dem letzten Jahr laufend gesenkt worden. "Heute sind wir bei 1.29 Franken und erstaunlicherweise spricht keiner mehr von einer Schmerzgrenze", sagte Neff.
CS bleibt vorsichtig
Die Credit Suisse (CS) sagt in ihrer Herbstprognose eine deutliche Abschwächung des Aufschwungs voraus. Für das laufende Jahr erwarten die Ökonomen ein Wachstum der Schweizer Wirtschaftsleistung (BIP) von 2,4 Prozent (bisher: 1,8 Prozent), während sie für 2011 nur noch ein Wachstum von 1,2 Prozent (unverändert) prognostizieren.
Der Arbeitsmarkt erholt sich nach Einschätzung der CS nur langsam: Die Arbeitslosenquote dürfte sich nächstes Jahr bei 3,7 Prozent bewegen. Die Inflation steigt nach der gleichen Voraussage von 0,6 Prozent im laufenden auf 0,7 Prozent im nächsten Jahr. Eine Deflation ist nach Ansicht der CS weiterhin unwahrscheinlich.

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SDA-ATS