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St. Gallen - Der St. Galler Nationalrat Thomas Müller wechselt von der CVP zur SVP. Während die SVP St. Gallen Müller mit offenen Armen empfängt und ihn am Mittwoch nominieren will, fordern die CVP Schweiz und die CVP-Kantonalpartei von Thomas Müller insgesamt 15'000 Franken.
Christophe Darbellay, Präsident der CVP Schweiz, hatte am Sonntag gegenüber der SDA gesagt, Thomas Müller habe als Nationalrat seit über drei Jahren seine Parteibeiträge in die Fraktionskasse nicht bezahlt. Am Montag präzisiert Darbellay, es gehe um 12'000 Franken. "Wir werden das Geld einfordern und Müller allenfalls betreiben".
Müller hat auch bei der CVP St. Gallen noch eine offene Rechnung. Laut Jörg Frei, Präsident der Kantonalpartei, geht es um sogenannte Mandatssteuern fürs Jahr 2010. "Wir reden von rund 3000 Franken", sagt Jörg Frei. "Auch wir fordern das Geld von Thomas Müller ein".
Kein Geld für linke PolitikIn einem Interview im Lokalteil für die Region Rorschach des "St.Galler Tagblatt" vom Montag sagte Thomas Müller, konfrontiert mit der Aussage Darbellays: "Es wäre doch etwas viel von mir verlangt, wenn ich diese linke Politik hätte mitfinanzieren müssen". Thomas Müller ist Stadtpräsident von Rorschach. Er hoffe, sein Parteiwechsel gehe ohne Schlammschlacht über die Bühne.
Thomas Müller sagte am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA: "Wenn die CVP darauf pocht, werde ich die Beiträge bezahlen."
Müllers Parteiwechsel überraschte die CVP Schweiz als auch die CVP St. Gallen. Der "SonntagsBlick" machte den Parteiwechsel publik. Frei erfuhr erst davon, als Journalisten ihn deswegen anriefen.
Toni Thoma, Präsident der SVP des Kantons St. Gallen, sagte am Montag gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz von Schweizer Radio DRS, die SVP wolle bei den Nationalratswahlen im Oktober mit Thomas Müller als Bisherigem auf der Liste insgesamt sechs von zwölf Sitzen holen; heute stellt die SVP St. Gallen fünf Nationalräte.

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SDA-ATS