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Jede umsetzbare Massnahme zum Schutz vor häuslicher Gewalt soll getroffen werden. Diese Meinung vertritt die Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz (DAO) und spricht sich darum für eine Annahme der Waffeninitiative aus, über die am 13. Februar abgestimmt wird.

Dabei denkt die DAO nicht nur an tödlich endende Gewalt wegen des Gebrauchs einer Schusswaffe, sondern auch an Drohungen. "Die Verfügbarkeit von Waffen verstärkt das Machtgefälle zwischen der drohenden und der bedrohten Person", sagte Christine Meier von der DAO an einer Medienkonferenz in Bern.

Todesdrohungen mit einer im Haushalt verfügbaren Schusswaffe seien "die ausgeprägteste Form häuslicher Gewalt", sagte die Betriebsleiterin des Frauenhauses Bern. Solche Situationen könnten "auf äusserst einfache Weise, nämlich durch das präventive Entfernen der Waffe aus den Haushaltungen, entschärft werden".

Meier ist sich bewusst, dass mit einer Annahme der Initiative häusliche Gewalt und Drohungen in der Familie nicht aus der Welt geschafft würden. "Wir denken aber, dass bei einer Annahme Not gelindert werden kann."

Auch Tötungsdelikte im Kontext von häuslicher Gewalt könnten durch eine Annahme nicht komplett verhindert werden, sagte Rosemarie Hubschmied, Betriebsleiterin des Frauenhauses Basel. "Doch kann die Gefahr einer tödlichen Eskalation verhindert werden."

Die Waffenschutzinitiative verlangt, dass Militärwaffen aus dem Haushalt verbannt und im Zeughaus verwahrt werden. Der Besitz von Waffen soll nur noch mit einem Bedürfnis- und Fähigkeitsausweis möglich sein, und alle Schusswaffen sollen in einem zentralen Register erfasst werden.

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SDA-ATS