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Im Frühjahr schnupperte der EVZ am Titelgewinn. Damit es künftig wieder einmal ganz nach vorne reicht, unternehmen die Zentralschweizer im Nachwuchsbereich grosse Anstrengungen.

Die Euphorie in Zug war nach dem ersten Einzug in den Playoff-Final seit dem bisher einzigen Meistertitel im Jahr 1998 riesig. Als Fabian Schnyder im vierten Finalspiel gegen Bern in der Verlängerung der 3:2-Siegtreffer zum 2:2-Ausgleich in der Serie gelang, schien das Stadion zu explodieren. "Die Kraft, die in diesem Moment vom Publikum gekommen ist, war unglaublich", sagte EVZ-Präsident Hans-Peter Strebel in einem Interview im klubinternen Magazin "Eiszeit".

Die Sehnsucht nach dem Meisterpokal ist bei den Zugern gross. Da sie jedoch nicht über unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen, haben sie in der Nachwuchsförderung einen nachhaltigen Weg eingeschlagen. So wurde 2014 das Ausbildungskonzept "The Hockey Academy" ins Leben gerufen, mit dem Ziel, eigene Spieler ganzheitlich zu fördern. Das heisst, dass sie nicht nur im sportlichen Bereich optimale Bedingungen erhalten, sondern auch eine berufliche Grundausbildung. Neu kann nicht "nur" das eidgenössische Berufsattest als Büroassistent EBA (nach zwei Jahren) sowie der eidgenössische Fachausweis als Kaufmann (nach vier Jahren) erworben werden, sondern besteht auch die Möglichkeit, das Sportgymnasium (in Zusammenarbeit mit SSE Engelberg) zu absolvieren.

Maximal können acht Spieler pro Jahrgang von diesem Angebot profitieren, die rund um die Uhr professionell betreut werden. Allerdings sind die Anforderungen hoch, um berücksichtigt zu werden. Ein Gremium von 12 bis 14 Leuten entscheidet aufgrund einer ganzheitlichen Beurteilung darüber. "Wir und die Sportler investieren in die Zukunft, da gilt es, eine möglichst grosse Trefferquote zu haben", erklärte Lars Weibel, der Leiter von "The Hockey Academy". "Eine Garantie gibt es allerdings nicht."

Perfekte Plattform

Der Verein hat jedoch nicht nur die Nachwuchsförderung optimiert, er bietet den Spielern mit dem Farmteam EVZ Academy auch eine perfekte Plattform, da nur wenigen der Sprung von den Elitejunioren A in die höchste Liga reibungslos gelingt. In der Swiss League dagegen können sie behutsam an höhere Aufgaben herangeführt werden. "Unser Ziel ist, wirtschaftlich und sportlich gut aufgestellt zu sein, um eigene Spieler für die National League zu formen", sagte Weibel. "Sonst hast du dort keine Chance, gesund langfristig an der Spitze zu sein."

Dem nicht genug entsteht in Cham ein riesiges Sportzentrum, das EVZ-Präsident Strebel als Privatmann bauen lässt und bis Ende 2019 fertiggestellt sein sollte. Dieses umfasst unter anderem eine Eishalle und 3000 Quadratmeter Athletiktrainingsflächen. Zugleich ist es ein medizinisches Hochleistungszentrum. Die Zuger werden unter vorteilhaften Bedingungen einer der Mieter dort sein. "Das ist ein Lotto-Sechser", ist Weibel begeistert. "Es ist ein einmaliges Privileg und eine grosse Chance für den EVZ."

Erste Erfolge

Der eingeschlagene Weg der Zuger zeitigt schon erste Erfolge. Mit Tobias Geisser, Tobias Fohrler und Livio Stadler haben drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Ansonsten investierten die Verantwortlichen in erster Linie in die Ausländer. Die Verpflichtung des Schweden Viktor Stalberg, der 2013 mit den Chicago Blackhawks den Stanley Cup gewonnen hat und der bei den Ottawa Senators in der NHL hätte bleiben können, ist als Coup zu bezeichnen. Auch der amerikanische Stürmer Garrett Roe verspricht einiges.

Vorsichtig optimistisch

"Wir konnten uns punktuell nochmals verstärken", sagte Weibel. "Die Ausländer-Positionen sind vielversprechend. Ausserdem sammelte die Mannschaft punkto Playoffs wichtige Finalerfahrungen. Aber Teams wie der ZSC, Bern, Lugano oder Davos schlafen alle ebenfalls nicht. Die sind auch besser. Ich glaube, heute musst du dich in beiden Ligen um zehn Prozent steigern, um wieder gleich weit zu sein wie die anderen. Die Messlatte ist sehr hoch. Ich bin vorsichtig optimistisch."

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SDA-ATS