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Die Darwin Airline wird künftig für andere Fluggesellschaften fliegen. Ihre eigenen Flüge ab Lugano stellt sie ab 2018 ein. (Archiv)

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

(sda-ats)

Darwin Airline fliegt künftig nicht mehr ab Lugano. Die Regionalfluggesellschaft, die Ende Juli von der slowenischen Airline Adria Airways gekauft wurde, bestätigte, dass sie ihre Aktivitäten an der Tessiner Basis Ende Jahr einstellt.

"Ab Januar wird es keine Flüge von Darwin Airlines ab Lugano mehr geben", sagte Klaus Platzer, Chef von Adria Airways Schweiz, am Donnerstag im Radio RSI. Bei der Übernahme Ende Juli hatte Adria Airways versichert, Darwin werde weiterhin bis Ende Jahr die Flüge von Lugano nach Rom und Genf beibehalten.

Mitte Oktober hatte Adria Airways auch eine Restrukturierung angekündigt, bei der etwa fünfzehn Stellen gestrichen werden sollten. Laut dem Adria-Airways-Chef wäre eine hohe Investition von einer Million Franken in das Reservationssystem nötig gewesen, um die Flüge über den 31. Dezember hinaus fortzuführen. "Wenn man bedenkt, dass wir jährlich mehr oder weniger 100'000 Passagiere befördern, hätte sich eine solche Investition niemals gelohnt."

Die Führungsspitze des slowenischen Unternehmen hat deshalb entschieden, die Flüge ab Lugano aufzugeben und Darwin Airline hin zu einem Anbieter von Flugzeugen und Crew für andere zu transformieren, sagte Platzer. Er betonte, dass sein Unternehmen als Investition normalerweise zugekaufte Firmen fünf bis sieben Jahre behalte, um sie dann mit Gewinn weiterzuverkaufen.

Swiss springt nicht in die Bresche

Adria Airways, die nationale Fluggesellschaft von Slowenien, gehört dem in Luxemburg ansässigen Private-Equity-Fonds 4K Invest. Adria Airways hat ihren Hauptsitz in Ljubljana und fliegt 19 Destinationen in West- und Südosteuropa an.

Die einzige Konkurrentin in Lugano, die Swiss, hat kein Interesse daran, die Slots von Adria Airways zu übernehmen. Ihre Basis für internationale Flüge bleibe Zürich, wo die Kunden abfliegen und ankommen müssten, sagte Jürg Christen, Verkaufschef der Lufthansa-Tochter gegenüber RSI.

"Wir sehen keine weiteren Flüge in Lugano, die sich wirtschaftlich betreiben liessen", sagte Christen weiter. Über 80 Prozent der Passagiere, die in Lugano ins Flugzeug einstiegen, hätten eine Verbindung nach Zürich, von wo sie weiterflögen. Für die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den Städten sei hingegen der Zug eine gute Alternative, sagte Christen.

Darwin Airline war 2003 auf Betreiben von Unternehmern aus dem Tessin gegründet worden. Primäres Ziel war es, das Tessin und seine Wirtschaft mit den Finanzzentren und wichtigen Flughäfen in Zürich und Genf zu verbinden. Ende Juli hatten die bisherigen Aktionäre, darunter auch der strategische Partner Etihad, Darwin Airline an Adria Airways verkauft.

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SDA-ATS