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In der National League dreht sich nach der Länderspielpause das Trainer- und Spieler-Karussell weiter.

Die Liga-Giganten ZSC Lions und Bern duellieren sich auch auf dem Transfermarkt. Und ein Krisenherd verlagert sich von Zug nach Biel.

Aktuell bahnt sich einer der spektakulärsten Transfers der letzten Jahre an. Die ZSC Lions und Bern buhlen um die Dienste von Klotens Captain und Nationalstürmer Denis Hollenstein (28). ZSC-Geschäftsführer Peter Zahner sagte an einem Anlass einer Supporter-Vereinigung der ZSC Lions auch, dass neben den ZSC Lions auch der SC Bern ein Angebot platziert hat.

Zahner wäre ein schlechter CEO, wenn er beziehungsweise sein Sportchef Sven Leuenberger sich nicht um einen Top-Spieler der Liga und WM-Silbermedaillengewinner von 2013 bemühen würden, dessen Zukunft bei dem auf Sparkurs fixierten Lokalrivalen offen ist.

Vor zwei Jahrzehnten wäre ein derartiger Transfer von Kloten zu den ZSC Lions unvorstellbar gewesen. Ein No-Go. Sportlich waren die Rollen seinerzeit umgekehrt verteilt: Kloten war ein Erfolgsteam, der damalige ZSC ein Underdog.

Denis' Vater Felix Hollenstein war Ikone jener legendären Ära mit vier Klotener Meistertiteln. Er galt als "Feindbild" für die ZSC-Fans und wurde im Hallenstadion von den Anhängern der Stadtzürcher mit nicht druckreifen Sprechchören eingedeckt.

Auch ein zweites heikles Thema griff Zahner an besagter Supporter-Versammlung auf. Er sprach davon, dass der Vertrag mit dem schwedischen Trainer-Gespann mit Headcoach Hans Wallson und Lars Johansson auch bei erfolgreichem Tagesgeschäft nicht vor dem Saisonende verlängert wird. Verfügen die Schweden über ein frühzeitigeres Angebot von der Konkurrenz, würde man ihnen keine Steine in den Weg legen.

Dieselbe Ausgangslage besass vor exakt zehn Jahren der heutige Zug-Trainer Harold Kreis, als er bei den ZSC Lions keine vorzeitige Vertragsverlängerung erhielt. Kreis unterschrieb dann noch im Laufe der Saison bei der Düsseldorfer EG. Er führte die Lions aber noch zum Meistertitel, ehe er das Feld für Zugs ersten Meistermacher Sean Simpson räumte.

Kreis aus dem Niederlagen-Kreis

In der letzten Saison hätte Kreis den EVZ fast zum ersten Meistertitel seit Simpson (1998) gecoacht. Nur der SCB stand den Zentralschweizern im Weg. Dabei hatte Kreis als Déjà-vu die gleiche Ausgangslage von seinen Vorgesetzten erhalten wie damals bei den ZSC Lions: kein neuer Kontrakt vor Saisonschluss.

Kreis zeigte sich diesmal aber geduldig und wurde für den Vorstoss in den Playoff-Final mit einem Zweijahresvertrag belohnt. "Ich hatte den Entscheid der Klubführung vor einem Jahr zur Kenntnis genommen. Die tägliche Arbeit tangierte dies nicht. In Zürich war es damals kein Entscheid wegen des Stolzes. Ich dachte einfach, dass ich auf der Strasse stehen könnte, und entschied mich deshalb frühzeitig für Düsseldorf. Dort erlebte ich wie später in Mannheim eine gute Zeit."

Am Dienstag beendete Kreis mit dem EVZ die Niederlagenserie von sieben Meisterschaftsspielen und dem Out in der Champions League mit einem ungefährdeten 4:1 in Biel. Die Egalisierung des Klub-Negativrekords von sieben Meisterschaftsspielen bereitete auch Kreis Kopfschmerzen. "In den letzten Wochen hatten wir bis zu neun Spieler aus der Swiss League von Academy (Swiss League, Red.) im Team. Teilweise waren die jungen Spieler in der Verteidigung vielleicht noch etwas überfordert." Der verletzungsbedingte Engpass in der Defensive scheint seit Dienstag mit der Rückkehr und dem ersten Einsatz von Santeri Alatalo in der laufenden Saison sowie dem gelungenen Einstand der von Fribourg-Gottéron gekommenen Neuerwerbung Larri Leeger (erzielte in Biel das 2:0) behoben.

Wutanfall von Goalie Jonas Hiller

Während sich bei Zug die Lage entspannt, ist bei den Seeländern nach der schwachen Darbietung bereits wieder Feuer im Dach. Der frühere NHL-Goalie Jonas Hiller zertrümmerte aus Wut über die Teamleistung im Schlussdrittel seinen Stock am eigenen Gehäuse. "Wir besprachen Sachen, gingen dann raus, 'schliefen' und machten wieder die gleichen Fehler. Das ist extrem frustrierend", sagte Hiller gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Sportchef Martin Steinegger konnte die Entgleisung von Hiller nachvollziehen und fragte zum ersten Gegentor nach 44 Sekunden lakonisch: "Waren wir überhaupt da?"

Auch für Trainer Mike McNamara waren die Aussetzer in der Defensive unerklärlich. Er will die Blackouts aber mit weiteren Drills abstellen. "Da muss schon im Training viel mehr Konsequenz rein bei der Pass-Ausführung", fordert Steinegger.

Im Gegensatz zu Lausanne, das seine Trainerfrage für die nächste Saison mit dem Engagement von Ville Peltonen gelöst hat, ist für Steinegger in Biel keine Eile angesagt. "Mit Mike McNamara sind wir grundsätzlich so verblieben, dass wir in der Olympia-Pause erstmals reden, wie es weitergeht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles offen", so Steinegger gegenüber der sda.

McNamara ist zwar schon 68. Doch der amerikanisch-kanadische Doppelbürger ist nach wie vor durch und durch Hockey-Enthusiast und ist auch an zahlreichen Junioren-Spielen von Biel von morgens bis abends anzutreffen. Juniorentrainer und Nachwuchschef bei den Seeländern war McNamara ja ohnehin schon vor seiner Beförderung zum Chefcoach.

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SDA-ATS