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Apple speichert Standortdaten von mobilen Geräten wie iPhones oder iPads. Das ruft nun den Datenschützer auf den Plan. Auch in anderen Ländern muss die Firma Auskunft geben.

Solche Lokalisierungsdaten seien heikel, erklärt Francis Meier, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür, zu einem Artikel von "Tagesanzeiger.ch/Newsnetz" vom Dienstag. Mit ihnen können Bewegungsprofile von Nutzern erstellt werden. Fallen die Daten in die falschen Hände, kann das schnell heikel werden.

Darum interessiert den Datenschutz die Frage, wem die Daten zur Verfügung stehen und wozu sie überhaupt erhoben werden, wie Meier sagt. Zudem sei es stossend, dass die Nutzer nicht informiert würden. Sie müssten vorher wissen, was mit ihren Daten geschehe und ihre Einwilligung geben.

Über mögliche Schritte gegen Apple ist sich der Datenschützer noch nicht klar. Gemäss Meier drängt sich ein international koordiniertes Vorgehen auf. Die Schweizer Behörden seien mit mehreren Ländern in Kontakt. Alles stehe noch in der Anfangsphase.

Kritik in Deutschland - Fragen in den USA

Der deutsche Datenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisierte die Praxis bereits scharf und forderte Apple zu Änderungen auf. Die Speicherung von Standortdaten ohne Kenntnis der Betroffenen wäre nach deutschem Recht unzulässig, konstatiert Schaar.

In den USA vermuten zwei Abgeordnete, dass Steve Jobs' Firma mit der Ortung gegen US-Recht verstossen könnte. Sie drückten ihre Sorge in einem Brief an Jobs aus. In der jüngst publizierten Antwort räumte Apple ein, mit den iPhones bereits seit zwei Jahren unbemerkt Daten von Kunden auf den Unternehmensservern gesammelt zu haben.

Die iPhones und iPads würden Standortdaten verschlüsselt im Zwölfstundenrhythmus an die Datenbank senden. Gespeichert werden die Daten gemäss Apple anonymisiert und für ein halbes Jahr. Zudem könnten die Nutzer die Funktion selbst ausschalten und zwar, indem sie bei "allgemein" die Funktion "Ortungsdienste" auf "Aus" stellen.

Die versteckte Speicherung hat für Apple unterdessen auch juristische Konsequenzen. Zwei Kunden haben vor einem Gericht in Tampa (US-Staat Florida) eine Sammelklage eingereicht.

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SDA-ATS