Erstmals seit den prodemokratischen Protesten in Hongkong haben am Sonntag in der chinesischen Sonderverwaltungszone Bezirksratswahlen stattgefunden. Die Wahl der 18 Bezirksräte galt als wichtiger Stimmungstest für die Demokratiebewegung.

Diese hatte aus Protest gegen eine umstrittene Wahlrechtsreform letztes Jahr zwei Monate lang die Wirtschaftsmetropole lahmgelegt. Bisher wurden die Räte von den Peking-treuen Kräften dominiert, doch hoffen die Aktivisten der sogenannten Regenschirm-Bewegung auf Zugewinne.

Die frühere britische Kronkolonie hat seit ihrer Rückgabe an Peking 1997 einen Sonderstatus in China. Gemäss einer Wahlrechtsreform sollten die Bürger 2017 erstmals ihren Verwaltungschef wählen, doch behielt sich Peking das Recht vor, die Kandidaten auszuwählen.

Dagegen regte sich Widerstand besonders in der Jugend. Nach monatelangen Demonstrationen, die das Leben in der Metropole teilweise blockierten, verlor die Demokratiebewegung aber an Rückhalt in der Bevölkerung und zersplitterte in mehrere Gruppen.

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