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Auf der arabischen Halbinsel, aber auch in Jordanien und im Irak, gingen am Freitag Zehntausende unzufriedener Menschen auf die Strasse. In Jemen verlangten sie die Absetzung des Präsidenten, in Jordanien die Volkswahl des Regierungschefs.

Blutig verliefen die Proteste im Irak. Bei Zusammenstössen während der landesweiten Demonstrationen gegen Korruption und Arbeitslosigkeit mindestens elf Menschen ums Leben. In mehreren irakischen Städten hätten Wachmannschaften auf Demonstranten geschossen, die Regierungsgebäude stürmen wollten, verlautete aus Sicherheitskreisen. In der nördlichen Stadt Mossul wurden dabei fünf Demonstranten getötet.

Initiatoren der Proteste hatten zu einer "Revolution des irakischen Zorns" aufgerufen. In der Hauptstadt Bagdad ging die Polizei mit Tränengas, Wasserwerfern und Knüppeln gegen Tausende Demonstranten auf dem Tahrir-Platz vor. Demonstranten stiessen Betonblöcke um und versuchten, auf das abgeriegelte Gelände zu gelangen.

Tausende Menschen demonstrierten in der südirakischen Stadt Basra gegen Gouverneur Scheltak Abbud, der nach einigen Stunden seinen Rücktritt erklären musste, wie die Agentur Al-Sumaria News berichtete. Die Demonstranten hatten ihm Korruption vorgeworfen. Sie forderten soziale Reformen und mehr Arbeitsplätze.

Weitere Freitags-Demo in Jordanien

Bei der bislang grössten Kundgebung in der jordanischen Hauptstadt Amman forderten am Freitag rund 4000 Demonstranten Neuwahlen. Oppositionsführer Hamsa Mansur verlangte politische Reformen. Zudem solle der Ministerpräsident künftig in allgemeinen Wahlen bestimmt werden und nicht wie bisher von König Abdullah II.

Die Jordanier seien stolz auf die Demonstranten, die in Ägypten, Tunesien und Algerien gegen ihre autokratischen Regierungen auf die Strasse gegangenen seien, sagte Mansur. In Jordanien finden seit acht Wochen jeden Freitag Kundgebungen für mehr politische Freiheit statt.

Verletzte im Jemen

Bei der möglicherweise grössten Kundgebung seit Beginn der Proteste im Jemen haben Zehntausende auf dem zentralen Platz der Hauptstadt Sanaa gegen die Regierung demonstriert. Beim traditionellen Freitagsgebet ermutigte ein Geistlicher die Menge zu weiteren Protesten, bis der seit 32 Jahren regierende Präsident Ali Abdullah Saleh zurücktritt.

Die Kundgebung auf dem Platz vor der Universität von Sanaa wurde von einer massiven Präsenz der Sicherheitskräfte begleitet. In der Hafenstadt Aden setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein, um Hunderte Demonstranten auseinander zu treiben. Dabei wurden Menschen verletzt.

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SDA-ATS