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Die Proteste in der arabischen Welt sind auch am Montag nicht abgerissen. Erneut gingen die Menschen auch im Golf-Sultanat Oman auf die Strasse. Nach drei Tagen erreichten dort die Demonstrationen für mehr Arbeitsplätze und politische Reformen die Hauptstadt Maskat.

Hunderte Menschen protestierten vor einem Regierungsgebäude. In der Industriestadt Sohar blockierten ebenfalls Hunderte Demonstranten Zufahrtswege zum Hafen, zu einer Raffinerie sowie einer Aluminium-Fabrik.

Sie plünderten zudem einen Supermarkt und setzten ihn anschliessend in Brand. Gehwege wurden zerstört, Fensterscheiben von Bürogebäuden eingeworfen. Soldaten patrouillierten zwar in der Stadt, griffen aber nicht ein.

"Wir wollen, dass unser Öl-Reichtum gerechter aufgeteilt wird", rief ein Demonstrant. Ausserdem wurde ein Stopp des Zuzugs von Gastarbeitern verlangt. "Es gibt keine Arbeit und keine freie Meinungsäusserung. Das Volk ist müde und will mehr Geld", sagte ein 30-jähriger Arbeitsloser.

Bereits am Sonntag war es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Zahl der Toten war zunächst unklar. Unter dem Eindruck der in dem Land seltenen Proteste hatte der seit 40 Jahren herrschende Sultan Kabus bin Said am Sonntag die Schaffung von 50'000 Arbeitsplätzen sowie eine Arbeitslosenunterstützung versprochen.

Zudem will die Regierung prüfen, ob einem Berater-Gremium, das eine quasi-parlamentarische Rolle hat, mehr Rechte zugebilligt werden können. Das Kabinett wurde nach ersten Protesten ebenfalls umgebildet.

Blockade in Manama

In der bahrainischen Hauptstadt Manama blockierten Hunderte Regierungsgegner den Eingang zum Parlament. Mit einer Menschenkette hinderten sie Regierungsmitarbeiter am Zutritt. Im Anschluss zogen die Demonstranten zur Zentrale des Staatsfernsehens weiter. Mit Protestaktionen an sensiblen Orten in der Hauptstadt wollen die Demonstranten offenbar den Druck auf die Monarchie erhöhen.

Seit die Proteste in der arabischen Welt vor zwei Wochen auch Bahrain erfassten, wurden dort bei Demonstrationen mindestens acht Menschen getötet und Hunderte verletzt. Das Königshaus ist um einen Dialog mit den Oppositionellen bemüht. König Hamad bin Issa al Chalifa entliess bereits mehrere Minister.

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SDA-ATS