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Kariem Hussein bestreitet am Sonntagmorgen den Vorlauf über 400 m Hürden. Seine erste Runde hat es in sich. Mit weltweiten Titelkämpfen hat er noch eine Rechnung offen.

"Ich habe noch nie seit den Sommerspielen 2012 eine so sportfreudige Nation gesehen. Die Stadt lebt den Sport, dies merkt man sofort", hielt der Thurgauer fest. Auch bei seinem ersten Auftritt im Olympia-Stadion dürften gegen 50'000 Zuschauer zugegen sein.

Zu diesem Zeitpunkt wird Hussein kaum mehr viel Zeit haben, die Atmosphäre aufzusagen. Obwohl er den Finaleinzug anstrebt, gilt es gleich in der ersten Runde ernst. Dies zeigt der Blick auf die Startliste seines Laufes. Drei weitere Athleten haben nebst ihm die 49er-Marke in diesem Sommer schon geknackt. Abderraham Samba aus Katar glänzte mit 48,31, der für die Türkei startende Kubaner Yasmani Copello löste Hussein 2016 in Amsterdam als Europameister ab und der Este Rasmus Mägi ist ein Dauerrivale des Schweizers. Diese Einteilung widerspiegelt das Niveau an den globalen Titelkämpfen. Hussein sollte die Top 4 und somit die direkte Halbfinal-Qualifikation schon erreichen. Aber viel darf nicht schief gehen, und fast jeder wäre weg vom Fenster.

"Grundsätzlich bin ich mit dem Verlauf der Saison zufrieden, obwohl der Exploit noch nicht gelungen ist", sagte der angehende Arzt. "Vielleicht kommt er ja hier", fügte er an. Hussein zeigte einzig an der Athletissima in Lausanne einen Lauf unter 49 Sekunden. Sein Saisonbestwert steht bei 48,79 Sekunden, die persönliche Bestzeit liegt bei 48,45. Für den Vorstoss in den Final, was in London sein Ziel sein muss, wird eine Zeit in diesem Bereich gefragt sein.

Hussein hat mit den globalen Titelkämpfen noch eine Rechnung offen: 2012 an den Olympischen Spielen musste er verletzt abreisen, 2015 an der WM in Peking verpasste er den Final als Neunter trotz starken 48,59 Sekunden knapp und vergangene Saison trat er in Rio de Janeiro handicapiert an und schied in der Startrunde aus.

Über das britische Wetter verschwendet er keine Gedanken. Dies muss einer, der im Regen Europameister wurde, auch nicht tun. 2014 im Letzigrund war sein Stern aufgegangen und er brachte der Schweiz in der Stadion-Leichtathletik - Viktor Röthlin brillierte auf der Strasse - erstmals seit André Bucher wieder magische Momente. Ist er erleichtert, dass nun auch andere nachgekommen sind und ihm den Druck von den Schultern nehmen? "Ich bin nicht nur erleichtert, dass andere gut sind, sondern dies ist für mich motivierend", betonte er.

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SDA-ATS