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Die Hitzewelle hat die Schweiz erfasst: Am Freitagnachmittag hat MeteoSchweiz im solothurnischen Niederamt einen Höchstwert von 34,5 Grad gemessen. Gleichzeitig warnt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in verschiedenen Kantonen vor erheblicher Waldbrandgefahr.

Etwa im Graubünden und im Wallis herrscht gemäss der Gefahrenkarte des BAFU teilweise sogar Stufe 4, "grosse Gefahr" also. Das Bundesamt hält dazu an, im Freien und im Wald sorgfältig mit Feuer umzugehen. Auch die Kantone mahnen zur Vorsicht, beispielsweise im Umgang mit Zigaretten.

Von einem Feuerverbot, wie das in anderen Jahren schon der Fall war, sehen die Kantone aber bisher ab, nicht zuletzt, weil der Frühling sehr feucht gewesen sei und die Trockenheit sich bisher in Grenzen halte, wie etwa der Kantonale Krisenstab Basel-Landschaft in einem Communiqué vom Freitag schrieb.

Im Onsernonetal im Tessin löste ein Blitzschlag bereits am Montagabend einen Waldbrand aus. Auch am Freitag brannte die etwa zweihundert mal zweihundert Meter grosse Fläche. Die Feuerwehr Locarno teilte dazu mit, das Feuer sei unter Kontrolle. Personen oder Häuser kamen keine zu Schaden.

Hitze lässt Ozonwerte steigen

Spitzenwerte zeigte das Thermometer nicht nur im aargauischen Buchs an. "Praktisch alle Stationen im Flach- und Mittelland zeigten Temperaturen von über 30 Grad an", sagt Christophe Voisard, Meteorologe bei MeteoSchweiz, auf Anfrage. Sogar in höheren Gebieten wie Andeer GR oder Scuol im Unterengadin wurden 30 Grad gemessen.

SRF Meteo meldete am Freitagnachmittag für viele Orte in der Südschweiz und im Tessin bisherige Jahreshöchstwerte. So kletterten die Werte auf dem Thermometer etwa in Genf auf 33 Grad. In Aarau betrug der Höchstwert 34,3 Grad und an der Aaremündung und am Flughafen Zürich je 34 Grad.

Die anhaltende Hitze hat auch Auswirkungen auf die Ozonwerte. Diese überschreiten derzeit die in der Luftreinhalteverordnung festgelegten Grenzwerte 120 μg/m3 vielerorts. Die Grenzwerte legen fest, ab wann die Belastung schädlich ist Gesundheit und Umwelt.

Teilweise erreichten die Werte am Freitag eine Ozonbelastung von bis zu 180 μg/m3, namentlich im Tessin, wie aus der Ozonkarte des nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (NABEL) hervorgeht.

Gemäss BAFU bedeuten die Werte eine "deutliche Belastung". Gerade Kinder und Jugendliche, die sich im Freien körperlich anstrengten, müssten mit einer "geringen Verminderung der Lungenfunktion" rechnen.

Ein Gewitter am Sonntag beendet die Hitzewelle

Auf die Landwirtschaft haben die heissen Tage bisher keine negativen Auswirkungen gehabt. Manchen Pflanzensorten, wie etwa dem Getreide, tue das heisse Wetter sogar gut, sagte ein Sprecher des Schweizerischen Bauernverbandes auf Anfrage.

"Auch für das Obst ist die Hitze gut, denn so wachsen weniger Pilze." Die aktuelle Hitze werde erst zum Problem für die Bauern, wenn sie über Wochen hinweg andaure.

Heiss geht das Wochenende am Samstag weiter; MeteoSchweiz erwartet sogar noch ein, zwei Grad mehr. Eine Abkühlung zeichnet sich erst für Sonntagabend ab. Dann nämlich erreicht eine "markante Gewitterfront" die Schweiz und bereitete der Hitzewelle vorläufig ein Ende. Für Montag erwarten die Meteorologen dann Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad.

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SDA-ATS