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Der Taximörder vom Bodensee ist am Donnerstag vom Landgericht Konstanz zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Wegen verminderter Schuldfähigkeit wird der 28-Jährige im Hochsicherheitstrakt einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Der Gerichtsvorsitzende attestierte dem Angeklagten bei der Urteilseröffnung schwere seelische Abartigkeit. Der 28-Jährige hatte im vergangenen Juni eine Taxifahrerin in Hagnau am Bodensee erstochen.

Einen Tag zuvor hatte er mit demselben Messer eine Taxifahrerin in Singen auf grausame Weise lebensgefährlich verletzt und sie vergewaltigt. Laut dem Gericht grenzt es an ein Wunder, dass die Frau überlebt hat. Ein Messerstich durchtrennte ihr Rückenmark. Zudem verdrehte ihr der Täter mit grösster Gewalt die Halswirbel.

Überraschend erschien die seit der Tat gelähmte und an den Rollstuhl gefesselte Taxifahrerin am Donnerstag zur Urteilseröffnung. Der mehrwöchige Prozess vor dem Konstanzer Landgericht gab Einblick in eine Welt krankhafter Abartigkeiten.

Am vergangenen Dienstag, dem letzten Verhandlungstag, brach der Angeklagte sein Schweigen und legte ein Geständnis ab. Er gab zu, dass er beide Frauen töten und anschliessend vergewaltigen wollte. In seinem Schlusswort sagte er mehrfach, es tue ihm leid.

Mann ist nekrophil

Gemäss psychiatrischem Gutachten leidet der Angeklagte unter schweren Persönlichkeitsstörungen, darunter krankhaften Sexualvorstellungen und Nekrophilie. Unter Nekrophilie versteht man Geschlechtsverkehr mit Leichen sowie die Neigung dazu.

Wie der vorsitzende Richter bei der Urteilseröffnung sagte, kommt eine Sicherheitsverwahrung des Mannes aus juristischen Gründen nicht in Frage. "Zur Beruhigung der Öffentlichkeit" wies er darauf hin, dass es in Baden-Württemberg eine psychiatrische Klinik mit einem Hochsicherheitstrakt gebe.

Bodenseeregion in Angst

Mit dem Urteil folgte das Gericht in wesentlichen Punkten den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Diese zeigten sich in ersten Stellungnahmen zufrieden mit dem Urteil.

Die Verbrechen des Mannes hatten die Bodenseeregion im vergangenen Sommer in Angst versetzt. Auf die Spur des Mannes, der wenige Tage nach der Tat in Senftenberg (Brandenburg) gefasst worden war, hatte eine DNA-Probe geführt. Diese war ihm 2007 nach mehreren kleineren Diebstählen in Singen abgenommen worden.

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SDA-ATS