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Die türkische Regierung kritisierte die Führung von Assad ungewöhnlich scharf. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die Militäroperation in einem Interview als "Barbarei". Er warf Syrien "Gräueltaten" an Zivilisten vor. Assads Vorgehen sei "inakzeptabel".

In der vergangenen Woche hatte Erdogans Regierung erstmals Kontakte zur syrischen Opposition bestätigt. Erdogan hatte bis vor Kurzem noch eine Freundschaft mit Assad gepflegt.

Währenddessen haben in Syrien Freitag erneut zehntausende Menschen gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad demonstriert. Sie trotzten damit einer gleichzeitig laufenden Militäroffensive gegen die Regimegegner in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes.

Augenzeugen berichteten auf den Internet-Seiten der Opposition von Schüssen sowie von Dutzenden von Panzern, die in die Kleinstadt Dschisr al-Schughur und durch umliegende Dörfer fuhren. Auch Helikopter und Tausende Soldaten wurden offenbar eingesetzt.

Mindestens 21 Menschen seien getötet und Dutzende verletzt worden, berichteten Menschenrechtsaktivisten. Vor der Offensive seien die Telefonleitungen unterbrochen worden. Die meisten der 55'000 Bewohner von Dschisr al-Schughur hätten die Stadt bereits verlassen. In der Türkei erhöhte sich die Zahl der syrischen Flüchtlinge am Freitag auf etwa 2800.

Die Staatsmedien sprachen von einem Einsatz gegen "bewaffnete Banden" und behaupteten, diese hätten Felder, Heuschober und Wälder angezündet. Anfang Woche waren in der Ortschaft an der Grenze zur Türkei nach offiziellen Angaben aus Damaskus 120 Soldaten und Polizisten getötet worden.

Das Regime macht Extremisten dafür verantwortlich. Regimegegner hatten dagegen berichtet, die Soldaten und Polizisten seien von anderen Sicherheitskräften erschossen worden, weil sie den Schiessbefehl auf Zivilpersonen verweigert hätten.

Der Nachrichtensender Al-Dschasira meldete, neun Mitglieder der regierenden Baath-Partei aus Idlib seien aus Protest aus der Partei ausgetreten.

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SDA-ATS