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In Skelleftea räumen sie alle Preise und Ehrungen ab, in Zürich scheitern sie auf der ganzen Linie: Hans Wallson und Lars Johansson. ZSC-CEO Peter Zahner über das eineinhalbjährige Missverständnis.

Am Tag ihrer Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub haben die beiden schwedischen Coaches von ihrer Freistellung erfahren. Sie hätten gespürt, dass das Ende nahte, bestätigte Zahner. Seitens der Lions sei eine Trennung unumgänglich gewesen, so Zahner im Interview mit der Nachrichtenagentur sda : "Wir bewegten uns in eine falsche Richtung."

Wie sehr frustriert es Sie, dass das zunächst innovative schwedische Projekt komplett gescheitert ist?

Peter Zahner: "Unsere berechtigten Hoffnungen haben sich leider nicht erfüllt. Entsprechend enttäuscht sind wir."

Im Sommer 2016 wurden die beiden Coaches am Ufer des Zürichsees im Gebäude Ihres Hauptsponsors mit grossem Enthusiasmus vorgestellt. Sie haben sich vom Duo Wallson/Johansson eine Menge versprochen.

"Klar war unsere Begeisterung am Anfang gross. Sie haben in Schweden grosse Erfolge gefeiert und hatten einen unheimlich positiven Ruf. Verschiedene Exponenten gratulierten uns, dass wir sie engagieren konnten. Und jetzt funktionierte es einfach nicht."

Weshalb scheiterte das Unterfangen?

"Ihre Mentalität passte nicht zur Konstellation. Unser Team braucht einen Trainer, der sehr aktiv führt, der klar vorgibt, was zu tun ist, der Impulse einbringt. Das fehlte weitgehend, die Mannschaft wirkte teilweise verloren. Wir glaubten nicht an eine Wende zum Positiven, darum mussten wir handeln."

Im letzten Jahr zögerten Sie, den kritisierten Coach Marc Crawford vorzeitig zu ersetzen.

"Damals kamen mediale Forderungen auf, den Trainer im Playoff auszutauschen. Das wäre zu spät gewesen, während den Playoffs bringt ein Wechsel nichts mehr."

Die aktuelle Trennung bahnte sich an.

"Es gab im letzten Jahr trotz einer guten Qualifikation schon Anzeichen, die nicht gut waren. Im Viertelfinal akzentuierte sich das Problem, aber es gab Entschuldigungen - verletzte oder gesperrte Spieler, der Topskorer, der bereits in Spiel 1 ausgefallen war."

Aktuell ist das medizinische Bulletin ja erneut gross.

"Das spielt keine Rolle. Die Entwicklung stimmte ganz einfach nicht."

Stagnierten vor allem die Jungen, für welche die Organisation viel Geld ausgibt?

"Nein, diesen Pauschalvorwurf mache ich den Coaches nicht. Roger Karrer spielt die erste Saison voll durch, Phil Baltisberger ist erstmals vollwertiger Stammspieler, Raphael Prassl ist auf gutem Weg. Marco Miranda hingegen hätte man mehr bringen können."

Was war letztlich entscheidend?

"Die Entwicklung der Mannschaft stellte uns nicht zufrieden. Die Wellenbewegungen waren mühsam. Die Zuschauer reagierten darauf verärgert. Auch unter diesem Aspekt erhärtete sich der negative Eindruck."

Es gibt in Schweden Fachleute, die dem Duo Wallson/Johansson Beratungsresistenz vorwerfen. Dementieren Sie diesen Eindruck?

"Das stelle ich nicht in Abrede. Wenn wir mit ihnen diskutiert haben, nickten sie zwar oft, aber passiert ist meistens nichts. Der Sportchef ist da, um auf Mängel hinzuweisen. Wenn das nicht korrigiert wird, kommen natürlich Fragen auf."

Ab der neuen Saison wird Serge Aubin das Team coachen - warum er?

"Wir standen schon länger in Kontakt mit ihm und führten in Wien Gespräche. Wir wollten frischen Wind und jemand, der noch keine Trainergeschichte hat in der Schweiz, der nicht vorbelastet ist."

Welche Erwartungen und Ideen verbinden Sie mit ihm?

"Wir suchten, was gefehlt hat. Wir brauchen einen aktiven, kommunikativeren Trainer, der Einfluss nimmt, der dem Team eine klare Handschrift verpasst."

Bis Ende der aktuellen Kampagne übernimmt Hans Kossmann - wie kamen Sie auf diese Lösung?

"Wichtig war, dass er die Spieler kennt und sofort handeln kann. Er braucht keine Zeit, um die Liga kennen zu lernen. Das war ein zentrales Kriterium. Für Kossmann ist es eine grosse Chance, er kann sich wieder ins Gespräch bringen."

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SDA-ATS