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Er hat sie erfunden, die Regenbogenfahne: US-Künstler und Aktivist Gilbert Baker gestorben. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA PRESSENS BILD/FREDRIK PERSSON

(sda-ats)

Der Designer der weltweit für die Homosexuellen-Bewegung stehenden Regenbogen-Fahne ist tot. Der US-Künstler Gilbert Baker starb im Alter von 65 Jahren, wie sein enger Freund, der Aktivist Cleve Jones, am Freitag (Ortszeit) mitteilte.

Baker hatte die achtfarbige Flagge für den Gay Freedom Day 1978 in San Francisco geschaffen, der Vorbild der späteren Gay Prides in der ganzen Welt war. Der frühere Soldat engagierte sich sehr in der Bewegung der Schwulen und Lesben in San Francisco und war eng mit dem Aktivisten und Politiker Harvey Milk befreundet, der später ermordet wurde.

Er sei "am Boden zerstört", schrieb Jones im sozialen Netzwerk Facebook. Baker habe der Welt die Regenbogenflagge geschenkt; "er gab mir 40 Jahre Liebe und Freundschaft". Jones nannte nicht die Todesursache.

Die "San Francisco Chronicle" berichtete, der Künstler sei am späten Donnerstag in seinem Zuhause in New York im Schlaf gestorben.

"Regenbogen schluchzen"

Jones rief Freunde in der kalifornischen Stadt zu einer Totenwache unter einer Regenbogen-Fahne im Viertel Castro auf. In den sozialen Medien wurde vielfach Trauer bekundet.

"Regenbogen schluchzen. Unsere Welt ist sehr viel weniger bunt ohne Dich, meine Liebe", schrieb der Regisseur und Autor Dustin Lance Black im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er hatte 2009 für das Drehbuch des Films "Milk", in dem Sean Penn den schwulen Politiker spielt, einen Oscar gewonnen.

SDA-ATS

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