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Von Januar bis Ende März haben in der Schweiz 4371 Personen ein Asylgesuch gestellt. Dies sind 671 Gesuche oder 18,1 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das milde Wetter im März und die Lage in Nordafrika dürften zum Anstieg beigetragen haben, schreibt das BFM.

Alleine im März beantragten 1874 Menschen Asyl. Das waren 612 mehr als im März 2010, wie es in der am Dienstag veröffentlichten Asylstatistik des Bundesamts für Migration (BFM) heisst. "Es ist ein Anstieg bei den Asylgesuchen aus den meisten wichtigen Herkunftsstaaten festzustellen", schreibt das BFM.

Der starke Anstieg im März ist auf mehrere Gründe zurückzuführen: Der März hatte drei Arbeitstage mehr als der Februar. Es gab einen allgemeinen Anstieg der Asylgesuche von Personen aus den meisten wichtigen Herkunftsstaaten von Asylsuchenden wegen dem milden Wetter auf dem Balkan und im Mittelmeerraum im Monat März.

Dazu kommt der Anstieg der Asylgesuche von Staatsangehörigen der nordafrikanischen Staaten (+ 153 Gesuche; + 124 %), insbesondere von Tunesiern (+ 111 Gesuche; + 231 %). Weiter gab es eine deutliche Zunahme der Asylgesuche von mazedonischen Staatsangehörigen (+ 82 Gesuche; + 174 %).

Eritrea wichtigstes Herkunftsland

Hinzu kommt, dass sich die Zahl der Asylgesuche aus dem wichtigsten Herkunftsland, Eritrea, nach wie vor auf sehr hohem Niveau bewegt. Wichtigstes Herkunftsland im 1. Quartal 2011 war Eritrea mit 724 Asylgesuchen, 189 Gesuche mehr als im Vorquartal (+ 35,3 %).

An zweiter Stelle der Gesuchseingänge des 1. Quartals 2011 lag Nigeria mit 428 Gesuchen (- 198 Gesuche, - 31.6 %).

An dritter Stelle folgte Tunesien mit 251 Gesuchen (+ 109 Gesuche, + 76,8 %). Ein sehr kleiner Teil der über 20'000 Tunesier, die seit Februar 2011 in Süditalien angelandet sind, ist inzwischen in die Schweiz eingereist. Diese Gesuche werden prioritär behandelt.

Sozio-ökonomische Perspektivlosigkeit

An vierter Stelle lag Mazedonien mit 190 Gesuchen (+ 105 Gesuche, + 123,5 %). Bei den Asylsuchenden aus Mazedonien handle es sich in der Regel um Personen, die ihre Heimat aufgrund sozio-ökonomischer Perspektivlosigkeit verlassen, schreibt das BFM.

Die weiteren wichtigen Herkunftsländer in der BFM-Statistik sind Serbien mit 187 Gesuchen, Afghanistan mit 171, Syrien mit 164, Sri Lanka mit 158, Kosovo mit 141 und Iran mit 138 Gesuchen.

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SDA-ATS