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Nach Milliardeninvestitionen in das Privatkundengeschäft und den Konzernumbau geht die Deutsche Bank ab 2011 auf Rekordjagd. "2010 war ein Jahr des Säens, 2011 soll ein Jahr des Erntens werden", sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann am Donnerstag bei der Bilanzvorlage.

Das ehrgeizige Gewinnziel von zehn Milliarden Euro operativem Vorsteuergewinn sei erreichbar, "wenn sich uns nicht unerwartet grosse Hindernisse in den Weg stellen".

Das Zehn-Milliarden-Euro-Ziel solle auch über 2011 hinaus gelten: "Wir haben weiter ehrgeizige Ziele." Spekulationen, er wolle sich mit einem Rekordergebnis im Rücken bereits im Frühjahr 2012 zurückziehen, wies Ackermann zurück: "Ich habe einen Vertrag bis 2013. Mehr ist dazu nicht zu sagen."

Weniger Gewinn

Im vergangenen Jahr liessen die Kosten für die Integration von Postbank und Sal. Oppenheim sowie Investitionen in den Umbau des Investmentbankings den Überschuss auf rund 2,3 (Vorjahr: 5,0) Mrd. Euro einbrechen.

Der Gewinn vor Steuern und Sonderposten wie Abschreibungen auf Postbankanteile legte auf 6,5 (5,2) Mrd. Euro zu. Inklusive der Abschreibungen und anderer Sonderposten für den Konzernumbau sank der Vorsteuergewinn auf 4,0 Mrd. Euro.

Das Kapitalmarktgeschäft wuchs aber gegen den Branchentrend und steuerte mit 5,1 (3,5) Mrd. Euro den Löwenanteil bei. "Das Jahresergebnis 2010 zeigt, dass wir in der Lage sind, auch mit weniger Risiko gut zu verdienen", sagte Bankchef Ackermann.

Das krisenanfällige Kapitalmarktgeschäft soll mittelfristig nicht mehr die wichtigste Stütze sein. Der Konzern baut verstärkt auf seine jüngsten Zukäufe: die Postbank (2010), das Firmenkundengeschäft ABN Amro (2010) und die Privatbank Sal. Oppenheim (2009).

In drei Jahren sollen das Investmentbanking - zu dem das Grosskundengeschäft, der Handel mit Wertpapieren sowie die Beratung bei Fusionen gehören - und das Privatkundengeschäft zu gleichen Teilen zu den Erträgen beitragen. Derzeit kommen rund 70 Prozent aus dem Investmentbanking.

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SDA-ATS