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Deutsche Bank mit 240-Millionen-Vergleich wegen Zinsmanipulation

Die Deutsche Bank hat einen Rechtsstreit in den USA wegen angeblicher Manipulationen des Interbanken-Zinssatzes Libor mit einer Millionenzahlung beigelegt. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/MICHAEL PROBST

(sda-ats)

Die Deutsche Bank hat sich in einem Rechtsstreit um Zinsmanipulation auf einen Vergleich mit Investoren geeinigt. Das Geldhaus akzeptiert eine Zahlung von 240 Millionen Dollar, wie aus Gerichtsdokumenten vom Dienstag (Ortszeit) hervorgeht.

Der Kompromiss mit den Sammelklägern - darunter die Stadt Baltimore und die Yale-Universität - muss noch vom zuständigen Richter an einem Bezirksgericht in Manhattan gebilligt werden.

"Wir sind froh, eine Einigung erreicht zu haben, um diese Sache beilegen zu können", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank. Man sei mit dem Vergleich zufrieden, führte er weiter aus. Laut den Unterlagen wies die Deutsche Bank jegliches Fehlverhalten zurück. Sie liess sich demnach auf die Vereinbarung ein, um Risiken und Kosten zu vermeiden.

Die Bank war beschuldigt worden, durch Absprachen mit Wettbewerbern jahrelang wichtige Finanzmarkt-Richtwerte wie den Interbanken-Zins Libor manipuliert zu haben. In dem gleichen Verfahren hatten bereits die Grossbanken Barclays und Citigroup Vergleiche über 120 Millionen beziehungsweise 130 Millionen Dollar geschlossen.

Wegen des Libor-Skandals waren von internationalen Aufsichtsbehörden in der Vergangenheit schon Milliardenstrafen gegen etliche Finanzhäuser verhängt worden, auch gegen die Deutsche Bank. Zuletzt hatte Deutschlands grösstes Geldhaus im Oktober Libor-Klagen von Börsenhändlern und 45 US-Bundesstaaten gegen Zahlungen von 80 Millionen beziehungsweise 220 Millionen Dollar beigelegt.

Vom Libor hängen weltweit direkt oder indirekt Transaktionen an den Finanzmärkten im Wert von 450 Billionen Dollar ab.

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