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Deutsche Regierungskoalition setzt Wehrpflicht aus

Dieser Inhalt wurde am 09. Dezember 2010 - 22:47 publiziert
(Keystone-SDA)

Berlin - Mehr als 50 Jahre nach ihrer Einführung wird die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt. Diese historische Weiche stellte die schwarz-gelbe Regierungskoalition nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei ihrem letzten Spitzentreffen in diesem Jahr am Donnerstagabend im Kanzleramt.
Ferner soll die Truppe um ein Viertel auf bis zu 185'000 Soldaten reduziert werden. Die Gesetzesänderungen will das Kabinett in seiner Sitzung am Mittwoch auf den Weg bringen.
Die von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vorgeschlagene Bundeswehrreform ist eine der tiefgreifendsten Veränderungen in der Geschichte der Bundeswehr. Erstmals seit Wiedereinführung der Wehrpflicht 1957 werden junge Männer nicht mehr eingezogen.
Erst in diesem Jahr war der Wehrdienst auf sechs Monate gekürzt worden, was für viele Militärs und Politiker bereits das Aus bedeutete. Den längsten Bundeswehrdienst mussten Männer in den 1960er Jahren leisten. Damals waren es 18 Monate.
Künftig soll die Bundeswehr 170'000 Berufs- und Zeitsoldaten haben und über einen Freiwilligendienst, der bis zu 23 Monate dauern kann, jährlich 7500 bis 15'000 junge Männer und Frauen gewinnen.
Steuerrecht vereinfachtZuvor hatten CDU/CSU und FDP eine Vereinfachung des Steuerrechts beschlossen. Damit sollen Papierkram fürs Finanzamt eingedämmt sowie Steuerzahlern etwas und der Wirtschaft viel mehr Geld in der Kasse gelassen werden. Arbeitnehmer sollen um insgesamt 590 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden.
Firmen sollen durch weniger Bürokratieaufwand rund vier Milliarden Euro einsparen können. Opposition und Gewerkschaften sprachen von "Klein-Klein".
Lösungen für den Fachkräftemangel wurden vertagt. Union und FDP konnten sich nicht einigen, wie mehr ausländische Fachkräfte beschäftigt werden können, um Engpässe in Deutschland abzufedern.

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