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Deutsche verlieren Vertrauen in Politiker und Manager

Dieser Inhalt wurde am 26. Dezember 2009 - 20:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Berlin - Die Deutschen haben so wenig Vertrauen in die Politik wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Gemäss einer Umfrage zählen 70 Prozent der Befragten weder auf die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft noch auf das Bildungssystem und das soziale Netz.
Fast jeder Zweite stelle deswegen die repräsentative Demokratie in Frage, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. "Selbst die soziale Marktwirtschaft wird längst nicht mehr so positiv gesehen wie früher", sagte der Studienleiter.
Weder das Bankenrettungspaket noch die Abwrackprämie seien in den Augen der Bürger geeignete Mittel gewesen, um die Krise zu bewältigen. Auch das Steuersenkungspaket sei für die meisten keine vertrauensbildende Massnahme.
Als wirksam werde dagegen die Entlastung der Familien bewertet. Auch Investitionen in Bildung und regenerative Energien erfüllten in den Augen der Befragten noch ihren Zweck.
Die Menschen suchten nach neuen Formen des Mitmachens, sagte der Studienleiter weiter. "Partizipation ist das grosse Thema der nächsten Jahre", sagte er voraus. Eine neue Bewegung formiere sich: "Die wird noch stärker als die Ökologiebewegung der 80er Jahre."

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