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Der deutsche Warenhausriese Kaufhof könnte sich mit Konkurrenten Karstadt zusammenschliessen. Ihre Eigentümer befinden sich in Gesprächen über eine Fusion. (Archiv)

KEYSTONE/AP/MARTIN MEISSNER

(sda-ats)

Die beiden deutschen Warenhausriesen Kaufhof und Karstadt prüfen eine Fusion. Der Kaufhof-Eigentümer Hudson's Bay Company (HBC) unterzeichnete eine unverbindliche Absichtserklärung mit dem Karstadt-Besitzer Signa.

Darin bekräftigen beide die Absicht, Optionen für ein Gemeinschaftsunternehmen zu prüfen. Der kanadische Konzern äusserte sich am Freitag erstmals öffentlich zu Berichten über ein geplantes Zusammengehen mit dem Rivalen Karstadt.

Man befinde sich in Gesprächen, eine verbindliche Vereinbarung zum Verkauf oder zur Zusammenlegung der europäischen Geschäfte sei aber nicht getroffen worden, teilte HBC mit.

Aufgrund der Medienberichte halte man es für angezeigt, darüber zu informieren. "Es gibt keine Garantie, dass solche Verhandlungen letztendlich zu einer Transaktion führen werden", heisst es in der Mitteilung.

Mögliche Standortschliessungen

HBC und der österreichische Karstadt-Eigentümer Rene Benko hatten sich den Medienberichten zufolge auch unter dem Druck von Online-Konkurrenten von Amazon bis Zalando nach langem Ringen auf Eckpunkte für eine Fusion verständigt. Karstadt, Karstadt Sport und Kaufhof sollen in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengefasst werden, hatten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen gesagt.

Die Absichtserklärung sieht nach Angaben aus Unternehmenskreisen die Gründung eines Joint Ventures vor, also eines gemeinsamen Unternehmens, in das neben Kaufhof, Karstadt und Karstadt Sport auch Warenhäuser von HBC in Belgien und den Niederlanden eingehen sollen.

"Drei bis fünf Standorte würden bei einem Zusammengehen vermutlich geschlossen", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der deutschen Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. Kaufhof betreibt in Deutschland 96 Filialen, Karstadt rund 80.

Signa-Chef René Benko versucht seit Jahren, den angeschlagenen Kaufhaus-Konzern zu übernehmen. Die Warenhausketten stehen aufgrund des wachsenden Online-Handels sowie durch immer mehr Einkaufszentren in den Innenstädten unter Druck. Durch den Zusammenschluss der beiden Rivalen Kaufhof und Karstadt sollen Kosten gespart werden. Zudem entfielen teure Rabattschlachten zwischen beiden Unternehmen.

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