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Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle hat Ägypten bei einem Besuch am Donnerstag grosszügige Unterstützung auf dem weiteren Weg zur Demokratie angeboten. Deutschland wolle dabei helfen, dass die "demokratische Revolution" auch wirklich bei allen Ägyptern ankomme.

Westerwelle kam knapp zwei Wochen nach dem Sturz von Husni Mubarak unter anderem mit Aussenminister Ahmed Abul Gheit, Übergangs-Ministerpräsident Ahmed Schafik sowie Verteidigungsminister Mohammed Tantawi zusammen.

Tantawi, der als eigentlicher starker Mann des Landes gilt, versprach dabei nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen, dass das Militär die Macht "so schnell wie möglich" wieder abgeben wolle.

Der FDP-Chef betonte immer wieder, dass die deutsche Hilfe nur ein Angebot sei. "Die Ägypter sind ein stolzes Volk. Wir sind nicht hier, um es zu bevormunden." Deutschland sei aber zu einer "Partnerschaft auf Augenhöhe" bereit. Die Bundesregierung hat bislang Finanzhilfen von etwa 30 Millionen Euro angeboten.

Vorgesehen sind nun eine engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit, Unterstützung beim Aufbau der Zivilgesellschaft und einer unabhängigen Justiz, Bildungsangebote sowie Jugend- und Studentenaustauschprojekte.

Die Ägypter hoffen insbesondere, dass der praktisch komplett zusammengebrochene Tourismus wieder in Gang kommt. Vergangenes Jahr waren noch 1,3 Millionen deutsche Urlauber im Land zu Gast. Westerwelle sagte, aus deutscher Sicht sei "normaler Tourismus wieder möglich".

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SDA-ATS