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Berlin - Kleiner, aber leistungsfähiger - so stellt sich der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Bundeswehr der Zukunft vor. Er sprach sich am Montag dafür aus, die Armee um einen Drittel zu verkleinern und die Wehrpflicht vorläufig auszusetzen.
Die deutschen Streitkräfte müssen nach Vorgabe des Finanzministeriums 8,3 Milliarden Euro einsparen. Guttenberg versicherte jedoch am Montag in Berlin, es werde "keine Bundeswehr nach Kassenlage geben, sondern eine, die die sicherheits- und verteidigungspolitischen Herausforderungen bewältigen kann".
Die Bundeswehr solle kleiner, besser und einsatzfähiger werden, aber weiter zum Schutz des Landes in der Lage sein. Zuvor hatte der CDU-Minister den Verteidigungsexperten der Koalition einen Zwischenbericht zur Bundeswehr-Reform vorgestellt.
Er präsentierte ihnen fünf Modelle, machte aber seine Präferenz unmissverständlich klar: Nach seinen Vorstellungen soll die Truppe in den nächsten Jahren von derzeit 252'000 auf bis zu 163'500 Soldaten verkleinert werden.
Armee-Luft schnuppern
Die Wehrpflicht soll im Grundgesetz erhalten bleiben, um für eine veränderte Lage in der Zukunft gewappnet zu sein. "Ich wundere mich immer wieder über den einen oder anderen Schlaumeier, der weiss, wie in 20 oder 30 Jahren die Welt aussieht", sagte Guttenberg.
Vorläufig sollen jedoch keine jungen Leute mehr gegen ihren Willen eingezogen werden. Der Verteidigungsminister will vielmehr einen freiwilligen "Schnupper-Wehrdienst" mit einer Länge von 12 bis 23 Monaten anbieten.
Dieser soll vor allem dazu dienen, Nachwuchs für die Berufsarmee zu rekrutieren. Auch Frauen sollen sich dafür freiwillig melden können. Das Verteidigungsministerium geht in seiner Modellrechnung von 7500 Freiwilligen sowie 156'000 Berufs- und Zeitsoldaten aus.
Guttenberg will die Bundeswehr mit der Reform leistungsfähiger, effizienter, moderner und kompakter machen. Ihre Rolle in der NATO soll nach seinen Vorstellungen nicht geschwächt, sondern gestärkt und die Einsatzfähigkeit deutlich erhöht werden. Derzeit können nur 7000 bis 8000 Soldaten in Auslandseinsätze geschickt werden.

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SDA-ATS