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Die Schweizer Fahne weht auf dem Bundeshaus in Bern: Die Schweiz punktet im Ranking mit ihrer Regierungsführung. (Symbolbild)

KEYSTONE/ANTHONY ANEX

(sda-ats)

Deutschland hat einer Studie zufolge weltweit den besten Ruf - und damit die USA von Platz eins verdrängt. Die Schweiz liegt im Image-Ranking auf Rang acht.

Das geht aus einer am Donnerstag vorgelegten Image-Rangliste des Marktforschungsinstituts GfK und des Politikberaters Simon Anholt hervor. Der sogenannte Anholt-GfK Nation Brands Index (NBI) ermittelt jährlich, wie 50 Länder weltweit wahrgenommen werden.

Dazu wird das Image in den Kategorien Exporte, Regierung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus und Immigration/Investition untersucht. Deutschland habe 2017 in allen Bereichen sehr positiv abgeschnitten. Vor allem in den Kategorien Kultur, Regierung und Bevölkerung konnte es in der weltweiten Wahrnehmung zulegen.

Schweiz brilliert mit Regierungsführung

Die Schweiz behält wie 2016 ihren achten Platz. Die grosse Stärke der Schweiz in der internationalen Wahrnehmung sei ihre Regierungsführung (Governance), wie Präsenz Schweiz, die Marketingorganisation des Bundes, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mitteilte. Als besonders gut werde der Einsatz der Schweiz für Bürgerrechte, internationalen Umweltschutz, und weltweiten Frieden wahrgenommen.

"Nirgendwo schätzen die für den NBI befragten Personen die Lebensqualität höher ein als in der Schweiz", heisst es. Weitere Stärken bleiben gemäss Präsenz Schweiz zudem die Standortqualität des Landes sowie die Exportprodukte.

In den Bereichen Kultur und Sport schneide die Schweiz jedoch etwas bescheidener ab. Das kulturhistorische Erbe werde als eher durchschnittlich betrachtet, ebenso ihr zeitgenössischer Beitrag zur Kultur.

Und auch im Sport gehöre die Schweiz trotz grosser Erfolge im Tennis, Fussball oder auch in verschiedenen Wintersportarten gemäss den befragten Personen im NBI nicht zu den Top-Nationen, schreibt Präsenz Schweiz weiter.

Image-Verlust für USA

Die Vereinigten Staaten rutschten 2017 im Ranking auf Platz sechs ab. Frankreich gilt erstmals seit dem Start der Erhebung im Jahr 2005 international als das zweitbeliebteste Land. Grossbritannien hält sich stabil auf Position drei, nachdem es im vergangenen Jahr nach dem Brexit-Votum starke Imageverluste hinnehmen musste. Kanada und Japan teilen sich Rang vier.

Von allen untersuchten Ländern sind die USA zwar die einzige Nation, deren Gesamtpunktestand in diesem Jahr gefallen ist. Doch rangieren sie in drei Kategorien weiter unter den Top fünf: Kultur (Platz 2), Exporte (Platz 2), Immigration/Investition (Platz 5). In Sachen Regierung gab es für die USA allerdings herbe Verluste - es ging von Platz 19 auf Rang 23 nach unten.

Dieser Image-Verlust lasse auf einen "Trump-Effekt" schliessen, erklärte Simon Anholt, der Initiator der Studie. Auslöser sei wohl die politische Botschaft "America First" von US-Präsident Donald Trump.

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SDA-ATS